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the.drop kw10 — Flying Lotus verdichtet, Gnarls Barkley kehren zurück, Shabaka geht allein

Flying Lotus, Gnarls Barkley, Shabaka — plus Thundercat feat. Mac Miller, Harry Styles und 5 weitere auf dem Radar.

Flying Lotus — BIG MAMA
Flying Lotus — BIG MAMA

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Album der Woche

Flying Lotus

BIG MAMA
Experimental Electronic / Beats · Brainfeeder · VÖ: 6.3.
4.5 /5
Sieben Tracks, 13 Minuten, keine einzige Schleife. FlyLo hat BIG MAMA in Neuseeland gebaut, direkt nach seinem Spielfilm Ash, und es klingt wie ein Gehirn, das gerade Luft geholt hat.
Flying Lotus hat sich für BIG MAMA eine strikte Regel gesetzt: keine Loops, nirgendwo. Pro Track entstanden nur 10 bis 15 Sekunden Material täglich, dann zusammengenäht über zwei Monate. Das Ergebnis ist auf eine Art maximalistisch, die sich trotzdem nicht anfühlt wie Chaos. Perkussion, Synthlines und Bassfrequenzen wickeln sich ineinander, ohne einen Moment zu verschwenden. „ANTELOPE ONIGIRI“ wechselt gefühlt sieben Taktarten in einer Minute, „BROBOBASHER“ klingt wie Brainfeeder-Material durch einen Verzerrer gejagt. Und dann kommt „PINK DREAM“, legt sich hin, öffnet eine Hintertür ins Nichts, und lässt einen da.
Highlight
PINK DREAM
Für Fans von
Brainfeeder-Katalog, Aphex Twin, Arca, Thundercat

Gnarls Barkley

Atlanta
Psychedelic Soul / Electronic · 10K Projects / Atlantic · VÖ: 6.3.
4.0 /5
18 Jahre Pause. Drittes und letztes Album. Danger Mouse produziert so wie damals, und CeeLo klingt, als wäre er nie weg gewesen.
„Atlanta“ ist kein Triumphzug. Das ist ein Abschied, der sich nicht beeilt. Danger Mouse hält die Produktion bewusst lo-fi, analoge Wärme ohne Versuch zu modernisieren. CeeLo singt von Vergessen und Vergebung, von Atlanta als Ort und als Zustand. „Pictures“ war die erste Single, angelehnt ans MARTA-U-Bahn-System der Stadt, aber „Tomorrow Died Today“ setzt den eigentlichen Ton: gospelgetränkt, kurz, ohne Versöhnungsreflex. Nicht alle 13 Tracks halten das Niveau, und das weiß das Album auch. Aber wenn es sitzt, sitzt es.
Highlight
Tomorrow Died Today
Für Fans von
Danger Mouse, Gorillaz, MF DOOM, Outkast

Shabaka

Of The Earth
Electro-Acoustic Jazz / World · Impulse! · VÖ: 6.3.
4.0 /5
Alles selbst produziert, aufgenommen und gemischt, mit einem iPad, unterwegs irgendwo zwischen Kapstadt und London. Das klingt man, und das ist genau richtig.
Shabaka Hutchings hat sich für „Of The Earth“ aus dem Bandgefüge gelöst. Keine Sons Of Kemet, kein Comet Is Coming. Stattdessen: Flöten und Saxophon über selbstprogrammierten Drum-Maschinen, eine Musik die tatsächlich in Hotelzimmern entstanden ist. „A Future Untold“ öffnet das Album mit Saxophon über Glockenspiel-Texturen, danach macht das Saxophon Platz für Chorflöten und elektronische Perkussion. Die Energie seiner früheren Bands vermisst man kaum. Das hat seine eigene Logik.
Highlight
A Future Untold
Für Fans von
Floating Points, Kamaal Williams, Nubya Garcia, Thundercat
Songs der Woche
Anna Calvi feat. Iggy Pop
God’s Lonely Man
Aus: Is This All There Is? EP · Domino · VÖ: 20.03.
Zwei Minuten dreiundvierzig, die sich anfühlen wie ein ganzer Film. Calvi lässt die Gitarre schreien, Iggy spricht den inneren Zerstörer — roh, direkt, ohne Umwege. Das Beste, was diese Woche rausgekommen ist.
Earl Sweatshirt, MIKE & SURF GANG
Earth
Vorab-Single aus: POMPEII // UTILITY · 10k/Tan Cressida · Album: 03.04.
Die Doppelsingle „Minty // Earth“ kündigt ein 33-Track-Doppelalbum an. „Earth“ ist Earls Hälfte: Harrison-Produktion, Loop-basiert, Stimme tief im Mix. Ein Track, der erst beim dritten Hören seine Schichten offenlegt.
Foo Fighters
Caught in the Echo
Zweite Single der neuen Ära · VÖ: 20.03.
Grohl gibt Gas, ohne zu überdrehen. „Caught in the Echo“ klingt nach einer Band, die weiß, dass sie nichts mehr beweisen muss — und genau deshalb funktioniert der Track.
Radar
Kwes — Kinds
Ambient / Elektronik · Warp Records
Kwes’ erstes Soloalbum seit acht Jahren: meditative Minimal-Electronics, Shoegaze-Textur, klassische Kompositions-Elemente. „Blue White Cyan“ ist der Track der bleibt.
3.5
Band of Horses — Everything All The Time (20th Anniversary)
Indie Rock · Sub Pop
Das Debüt von 2006, vollständig remastered, Bonus-LP mit Raritäten und Live-Material. „The Funeral“ klingt nach 20 Jahren immer noch nicht fertig.
3.5
Mclusky — i sure am getting sick of this bowling alley
Noise-Rock · Sargent House
Sechs Tracks, Welsh Noise-Rock: laut, sarkastisch und komplett uninteressiert an deiner Meinung. Die Band klingt zehn Jahre nach der Reunion immer noch wie beim ersten Mal.
3.5
The Dandy Warhols — Pin Ups
Psychedelic Rock / Covers · Beat The World
Covers von Einflüssen und alten Tribute-Beiträgen. „Let’s Spend the Night Together“ funktioniert besser als erwartet. Für Fans ein netter Nebenraum.
3.0
Leila Bordreuil + Kali Malone — Music for Intersecting Planes
Experimentell / Drone
Aufgenommen bei Kerzenlicht in einem Schweizer Tempel, ein Track über 48 Minuten. Cello-Drone und Orgeltöne. Für den Moment, wenn man bereit ist.
3.5
as.if.radio
Neu auf as.if.radio
Shabaka — „A Future Untold“
Saxophon über Glockenspiel-Texturen. Shabaka Hutchings' neue Richtung: kein Band-Sound, stattdessen eine Musik die tatsächlich in Hotelzimmern entstanden ist. Läuft auf as.if.radio seit Donnerstag.
the.drop — wöchentlich auf as.if.records/sounds
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