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the.noise — kw10: War Child trommelt die Stars zusammen, Harry Styles tanzt zur Disco, Flying Lotus explodiert

War Child trommelt Arctic Monkeys und Radiohead zusammen, Harry Styles tanzt zur Disco, Flying Lotus sprengt Genre-Grenzen und Morrissey provoziert mit neuem Album.

Arctic Monkeys live auf der Orange Stage beim Roskilde Festival 2014
Arctic Monkeys live auf der Orange Stage beim Roskilde Festival 2014

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01
Album
Foto: Unknown / CC BY 3.0

War Child trommelt Stars für „HELP(2)“ zusammen

War Child Records veröffentlicht am 6. März „HELP(2)“, Nachfolger des legendären Help Albums von 1995. Aufgenommen in den Abbey Road Studios unter Leitung von James Ford. Das Line-up liest sich wie ein Überblick über aktuelle Britpop und Alternative: Arctic Monkeys, Depeche Mode, Olivia Rodrigo, Black Country New Road, Beabadoobee, Damon Albarn, Pulp und Oasis. Erste Woche: 70.000 Kopien verkauft, £1,2 Millionen für War Child.
02
Album
Foto: Unknown / CC0

Harry Styles tanzt zur Disco — „Kiss All The Time“

Harry Styles hat sein viertes Solo-Album am 6. März veröffentlicht: „Kiss All The Time. Disco, Occasionally.“ Eine komplett neue Richtung — Abkehr von City Pop und R&B hin zu Dance-Pop und Electronics. Erste Woche USA: 430.000 Units, Platz 1 Billboard 200 und UK Albums Chart. Die Kritiken sind geteilt: AllMusic nennt es „refreshing and accessible“, Variety kritisiert „frustrating after the lead single“.
03
EP
Foto: Unknown / CC0

Flying Lotus explodiert ohne Loops: „BIG MAMA EP“

Flying Lotus hat am 6. März „BIG MAMA“ auf Brainfeeder veröffentlicht — eine radikale Miniatur: 7 Tracks, 13+ Minuten. Keine Loops, nur 10-15 Sekunden Musik pro Tag, zusammengesetzt zu einem experimentellen, maximalistischen Burst. Entstanden während der Arbeit am Soundtrack zu seinem Spielfilm „Ash“. Pure Noise-Elektronik als Gegenpol zu den Produktions-Kunstwerken der letzten Jahre.
Zahl der Woche
1 Milliarde Dollar
So viel Umsatz mit Vinyl machte die US-Industrie 2025 — das erste Mal seit 1983. 46,8 Millionen Platten verkauft, Plus 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 19 Jahre Wachstum in Folge. Taylor Swift ist zum vierten Mal in Folge meistverkauftes Vinyl-Album des Jahres.
04
Album
Foto: Unknown / CC BY 3.0

Yebba schreibt Trauer-Album „Jean“

Yebba hat ihr zweites Album „Jean“ am 6. März veröffentlicht, benannt nach ihrer verstorbenen Großmutter. Nach „Dawn“ (2021) jetzt: Gospel-Kern mit Delta Blues, Folk, Country und Indie-Texturen. Weniger Pop-R&B, mehr ungeschminkt und atmosphärisch — irgendwo zwischen Sufjan Stevens und Cleo Sol. Critic Score 80 bei Metacritic. Kritiker loben die emotionale Direktheit und die Weigerung, sich kommerziell zu optimieren.
05
Album
Foto: Unknown / CC BY 3.0

Morrissey kontrovers: „Make-Up Is A Lie“ zensiert

Morrissey hat sein 14. Solo-Album am 6. März bei Sire Records veröffentlicht — nach Jahren ohne Label-Hauptzusammenhang jetzt zurück zur Smiths-Heimat. „Make-Up Is A Lie“ ist kontrovers: Der Song „Notre-Dame“ impliziert einen islamistischen Anschlag. National Review nennt ihn „as nervy as Dylan“, Tracking Angle kritisiert „careless and uninspired“. Das Album ist in mehreren Ländern eingeschränkt erhältlich.
Post von Paula

Clueso — „Déjà Vu 1/2“

Clueso hat Ende Februar „Déjà Vu 1/2“ veröffentlicht. Der Erfurter macht seit über 20 Jahren deutschsprachigen Pop und Soul, und diesmal sind es fünf Tracks, in denen er offen von Melancholie und Nostalgie spricht. Titel wie „Sehnsucht nach analogen Welten“ — in einer Zeit von KI-generierten Tracks und TikTok-Soundscapes eine erfrischende Haltung.
Ich habe ihn letzte Woche im Kölner E-Werk gesehen. Das war eine dieser Shows, bei denen du merkst, dass einer seine Zeit lebt und nicht dagegen anrennt. Clueso singt vom Film „Nostalgia“ wie von einer alten Liebe — als wäre sie noch gegenwärtig, gerade eben passiert. Die Leute um mich rum sind mitgewandert, manche stille Tränen. Das ist sehr selten geworden.
Was ich bewundere: Er produziert weiterhin Musik, die sich weigert, Hype zu sein. Kein Drum-and-Bass, keine Sampling-Eklektik. Nur seine Stimme, Piano, ein paar Strings und dieses ungeheuer direkte Storytelling.
„Déjà Vu 1/2“ sagt, was es ist: eine Aussage über Wiederholung, Erinnerung, die Unmöglichkeit zu vergessen. Musik für Leute, die nach zwei Uhr nachts noch wach sind und Dinge hinterfragen.
— Paula
Foto: Unknown / CC BY 2.0
06
Album
Foto: Unknown / CC0

Arlo Parks kündigt „Ambiguous Desire“ an

Arlo Parks hat ihr drittes Album „Ambiguous Desire“ angekündigt — Release 3. April via Transgressive. Neue Richtung: Dance-Floors, Club-Kultur, modulare Synths, Breakbeat. Die neue Single „Get Go“ wurde BBC Radio 1 Hottest Record. Desire Tour ab August 2026 durch Nordamerika, UK und Europa — erste vollständige Live-Show Richtung klubiger Elektronik.
07
Tour
Foto: Unknown / CC0

Passion Pit melden sich zurück mit EP und 34-Date Tour

Michael Angelakos von Passion Pit hat am 4. März die „Pretty Penny“ EP angekündigt, als Companion Piece zum Debut „Chunk Of Change“. Tour ab 6. Juni mit 34 Stops durch Nord-Amerika — erste Aufnahmen mit der kompletten Band seit Jahren. Festival-Line-ups: Bonnaroo, Electric Forest, Summerfest. Die Pretty-Penny-EP ist als Rückkehr zur minimalistischen Synth-Pop-Ästhetik gedacht, von der alles anfing.
Zitat der Woche
„Ich bin besessen von dieser EP. Es ist meine Rückkehr zur ersten Leidenschaft — Synths, Minimalismus, die Frage: Was ist wirklich nötig?“
Michael Angelakos (Passion Pit) über „Pretty Penny“, März 2026
Neu auf as.if.radio
Flying Lotus — „PINK DREAM“
Der letzte Track der „BIG MAMA“ EP — zwei Minuten experimenteller Glitch-Elektronik, die sich anfühlt wie der Traum eines Computers, der zu lange wach war. Perfekt für die 3-Uhr-morgens-Rotation auf as.if.radio.
the.noise — wöchentlich auf as.if.records/sounds
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