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the.noise — kw28: Rolling Stones holen Charlie Watts zurück, Madonna tanzt mit Stuart Price, Tidal sperrt KI-Musik

Rolling Stones holen Charlie Watts zurück, Madonna landet Metacritic 83, Ellen Allien tanzt nach Miami, Tidal sperrt KI-Tantiemen, und Conrad Schnitzlers „Conal“ wird neu aufgelegt.

The Rolling Stones live in London 2022
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Die Rolling Stones haben ein posthumes Charlie-Watts-Stück auf dem neuen Album, Ellen Allien nimmt Berlin nach Miami mit, The Yummy Fur melden sich nach 28 Jahren zurück, Madonna tanzt mit Stuart Price, und Tidal sperrt KI-generierte Musik von Tantiemenzahlungen.
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Album
Foto: Raph_PH / CC BY 2.0

Rolling Stones bringen Charlie Watts noch einmal zurück

Am 10. Juli erscheint „Foreign Tongues“, das 25. Studioalbum der Rolling Stones. Produziert von Andrew Watt, aufgenommen in unter einem Monat in den Metropolis Studios in London. Das Album enthält 14 Songs — darunter Material aus einer letzten Session mit dem 2021 verstorbenen Schlagzeuger Charlie Watts. An Gästen: Paul McCartney, Robert Smith (The Cure), Steve Winwood und Chad Smith von den Red Hot Chili Peppers. Die erste Single „In the Stars“ lief seit Mai, „Jealous Lover“ folgte Ende Juni. Das Cover stammt von Nathaniel Mary Quinn — ein Pastell-Porträt, das die Gesichter der Bandmitglieder zu einer surrealistischen Collage verschmilzt. Keith Richards nannte die Sessions „einen Monat konzentrierter Wucht“.
02
Album
Foto: Ventura Mendoza / CC BY 2.0

Ellen Allien tanzt zwischen Berlin, Miami und Ibiza

Am 9. Juli veröffentlicht Ellen Allien ihr neues Album „New Life“ auf BPitch Control. Elf Tracks, aufgenommen zwischen Berlin, Miami und Ibiza. Allien verarbeitet Selbstbestimmung, Gemeinschaft und den Umgang mit ökologischer Zerstörung. Lead-Single „Steh Auf“ gibt die Richtung vor — Techno mit Haltung. Tracks wie „Be Your Own Leader“ und „Riot“ machen klar, dass es hier um mehr geht als Tanzfläche. Nach über 25 Jahren im Berliner Techno ist Allien immer noch eine der wenigen, die politischen Anspruch und Club-Tauglichkeit zusammenbringen.
03
Comeback
Foto: livepict.com / CC BY-SA 3.0

The Yummy Fur melden sich nach 28 Jahren zurück

Die Glasgower Band The Yummy Fur hat ihr erstes Album seit 1998 angekündigt. „Everybody Talks About The Weather“ erscheint am 25. September auf Upset the Rhythm. Hinter der Band stehen John McKeown (der später 1990s gründete), Brian MacDougall und Paul Thomson — der von 2002 bis 2022 bei Franz Ferdinand Schlagzeug spielte. Die Lead-Single „Unity Over Europe“ ist bereits draußen: ein Zwei-Akte-Stück über die Mitford-Schwestern, irgendwo zwischen Art-Punk und Theatralik. Selbst produziert, zehn Songs. Wer sich erinnert, weiß: The Yummy Fur waren immer schräger als das, was danach aus Glasgow kam.
Zahl der Woche
72 %
So viel Prozent aller Arena-Tickets auf StubHub UK stammten im Juni von nur drei Händlern. Die Anti-Touting-Kampagne FanFair Alliance analysierte über 50.000 Listings — Ticket Evolution allein kam auf 40,9 Prozent. Parallel dazu hat die britische Wettbewerbsbehörde CMA StubHub UK zu einer Strafe von 900.000 Pfund verdonnert und ordnete Rückzahlungen an 50.000 Kunden an, denen versteckte Gebühren berechnet wurden.
Quelle: NME / FanFair Alliance / CMA, Juli 2026
04
Album
Foto: Raph_PH / CC BY 2.0

Madonna und Stuart Price tanzen noch einmal

Am 3. Juli erschien „Confessions II“, Madonnas 15. Studioalbum und direkter Nachfolger zu „Confessions on a Dance Floor“ von 2005. Wieder produziert von Stuart Price, wieder EDM und Disco. Dazu kommen Beiträge von Arca, Mirwais und Martin Garrix. Auf der Gästeliste: Sabrina Carpenter, Stromae, Feid und Tochter Lola Leon. Die Kritiken sind ungewöhnlich gut — Metacritic vergibt 83 Punkte. Am Release-Tag zählte Spotify 13 Millionen Streams, der größte Debüt-Tag einer Solokünstlerin aus den Achtzigern auf der Plattform. Ob man das braucht, ist Geschmackssache. Dass es funktioniert, steht außer Frage.
05
Vinyl
Foto: Ken Montgomery / CC BY-SA 3.0

Bureau B bringt Conrad Schnitzlers „Conal“ zurück

Am 10. Juli legt Bureau B „Conal“ neu auf, ein Album des Berliner Elektronik-Pioniers Conrad Schnitzler aus dem Jahr 1981. Schnitzler, Mitbegründer von Tangerine Dream und Cluster, veröffentlichte das Original auf dem norwegischen Label Uniton in einer Auflage von 4.000 Stück. Zwei Tracks, jeweils um die 21 Minuten, zusammengesetzt aus mehreren Teilen — eher Erzählung als Song. Die Neuauflage kommt als LP mit bedruckter Innenhülle und als CD-Digipak mit Booklet. Für alle, die wissen wollen, wo elektronische Musik in Deutschland angefangen hat: hier.
Post von Paula

Allison Russell — Gemeinschaft als Gegengift

„In the Hour of Chaos“ heißt das dritte Album von Allison Russell, und der Titel trifft es ziemlich genau. Russell hat 28 Leute auf dieses Album geholt — Norah Jones, Joy Oladokun, Brittney Spencer, Devon Gilfillian und eine Reihe anderer, die man eher auf Festivalbühnen als im selben Studio vermuten würde. Das Ergebnis klingt weniger nach Platte als nach inszenierter Zusammenkunft.
Russell ist eine kanadisch-amerikanische Musikerin, die mit Po' Girl und Birds of Chicago angefangen hat und seit ihrem Solodebüt „Outside Child“ (2021) nicht mehr aufzuhalten ist. Grammy-Nominierungen, Newport Folk Festival, Glastonbury. Aber was sie von den meisten Singer-Songwritern unterscheidet: Russell politisiert ohne zu predigen. Ihr Thema ist Zugehörigkeit — wer dazugehört, wer draußen steht, und warum das oft dieselben Leute sind.
„In the Hour of Chaos“ erscheint am 10. Juli auf Fantasy Records. Russell nennt es „ein trotziges Plädoyer für Verbindung in einer Zeit der Isolation“. Normalerweise würde ich bei so einem Satz die Augen verdrehen. Aber bei Russell stimmt der Ton. Weil die Songs nicht nach Manifest klingen, sondern nach Samstagnachmittag im Park.
— Paula
Foto: Public Domain
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Branche
Foto: PJ / CC BY-SA 3.0

Tidal zeigt KI-Musik einen Badge — und zahlt nichts

Seit dem 29. Juni zahlt Tidal keine Tantiemen mehr an vollständig KI-generierte Musik. Ab dem 15. Juli sehen Hörer einen „AI“-Badge neben entsprechenden Tracks in der App. Musik, die als hundertprozentig maschinell erzeugt erkannt wird, ist auch vom Direct-to-Fan-Verkauf ausgeschlossen. Ein Verbot ist es nicht — KI-Tracks dürfen weiter hochgeladen werden, solange sie den Richtlinien entsprechen. Aber verdienen lässt sich damit nichts mehr. Tidal gehört seit 2021 zu Jack Dorseys Block Inc. und positioniert sich damit deutlicher als Spotify oder Apple Music gegen den Strom von KI-Uploads, der laut Deezer mittlerweile 44 Prozent aller täglichen Uploads ausmacht.
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Album
Foto: Thomson200 / CC0

Suki Waterhouse lässt die Fantasien hinter sich

Am 10. Juli erscheint „Loveland“, Suki Waterhouses drittes Album, diesmal auf Island Records. 14 Songs, geschrieben mit Aaron Dessner, Amy Allen, Joel Little und anderen. Waterhouse beschreibt das Album als Spannungsfeld zwischen einer früheren Version von sich, die in Romantik und Momentum lebte, und einer Gegenwart, die nach etwas Ruhigerem greift — ein Riss, den die Mutterschaft vertieft hat. Nach „I Can't Let Go“ (2022) und „Memoir of a Sparklemuffin“ (2024) ist es ihr bisher persönlichstes Album. Die „Loveland Tour“ startet am 22. Juli in Phoenix.
Zitat der Woche
„It was a month of concentrated punch. To me, it’s all about the enjoyment of it. I’m blessed to be able to do this and long may it last.“
Keith Richards — Today, Juli 2026
Neu auf as.if.radio
Ellen Allien — „Steh Auf“
Aus dem neuen Album „New Life“ (BPitch Control)
the.noise — wöchentlich auf as.if.records/sounds
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