the.drop kw11 — Blake räumt auf, Tinariwen kommen heim, The Notwist holen die Band zurück
James Blake, Tinariwen, The Notwist — plus Art School Girlfriend, Kim Gordon und 7 weitere auf dem Radar.

Das siebte Album. Blake klingt hier nicht mehr wie jemand, der Erwartungen bedient — er klingt wie jemand, der fertig ist damit.
„Death of Love“ eröffnet mit einem gesampelten Vokal, der erst nach zwei Durchgängen aus dem Mix auftaucht. Blake hat Dave und Monica Martin auf mehrere Tracks geholt, und das macht einen Unterschied — weniger Ätherisches, mehr Substanz. Die Kollaborationen halten das Album dort geerdet, wo frühere Platten manchmal in sich selbst versanken. „Didn’t Come To Argue“ läuft auf einem gespannten, subtilen Groove, der sich anders anfühlt als die Staccato-Piano-Muster, mit denen er bekannt wurde. Nicht jeder Track trägt gleichmäßig — „Make Something Up“ verliert sich etwas —, aber der Titeltrack und „Rest Of Your Life“ gehören zu den besten Dingen, die er je gemacht hat.
Highlight
Trying Times
Für Fans von
Bon Iver, Sampha, Moses Sumney
Tinariwen
Hoggar
Tuareg / Desert Blues / Anti- Records · VÖ: 13.03.
4.0
/5
„Hoggar“ ist nach dem Gebirge im südlichen Algerien benannt. Das Herzland. Passt.
Tinariwen klingen seit dreißig Jahren wie Tinariwen, und das ist kein Vorwurf. „Hoggar“ bringt mehr Chor als die letzten Platten, mehr offene Räume, weniger Studio-Schicht. „Tenere Den“ ist der Track, bei dem man aufhört zu scrollen. Die Gitarren laufen in Schleifen, die Stimmen stapeln sich, und irgendwann merkt man nicht mehr, wo der Song angefangen hat. In einer guten Woche wäre das Album der Woche.
Highlight
Tenere Den
Für Fans von
Ali Farka Touré, Bombino, Mdou Moctar
The Notwist
News from Planet Zombie
Indie Pop / Alien Transistor · VÖ: 13.03.
4.0
/5
Vier Jahre nach „Vertigo Days“, und das erste Album seit 1995, das die vollständige Band gemeinsam im Studio aufgenommen hat.
The Notwist machen seit 1989 Musik, und „News from Planet Zombie“ klingt nicht nach Nostalgie. Elf Tracks, Alien Transistor, und zum ersten Mal seit „12“ spielte die komplette Live-Besetzung gleichzeitig zusammen — das gibt dem Album eine andere Energie als die studio-konstruierten Vorgänger. „X-Ray“ und „Propeller“ zeigen, dass diese Gruppe immer noch genau weiß, wie man einen Song schreibt, der eine Stimmung trägt. Markus Acher klingt entspannter als auf den letzten Platten. Kein großes Statement — einfach eine gute Band, die zusammen spielt.
Highlight
X-Ray
Für Fans von
Radiohead, Postal Service, Slowdive
Songs der Woche
Art School Girlfriend
L.Y.A.T.T.
Aus: Lean In · Naim & Moshi / VÖ: 11.03.
Polly Mackey eröffnet ihr drittes Album mit einem Track, der Shoegaze-Gitarre und Techno-Puls zusammensteckt und keinen von beiden erklärt.
Kim Gordon
Busy Bee feat. Dave Grohl & Julia Cafritz
Aus: PLAY ME · Matador / VÖ: 13.03.
Gordon samplet sich selbst auf einer MTV-Beach-House-Sendung aus den 90ern. Justin Raisen baut es zu einem Noise-Rap-Track um, Dave Grohl trommelt.
Leven Kali
Remedy
Aus: LK99 · Def Jam / VÖ: 13.03.
Kali hat „Renaissance“ und „Cowboy Carter“ mitgeschrieben. Auf „Remedy“ zeigt er, warum Beyoncé ihn angerufen hat.
Radar
Laurel Halo — Midnight Zone
Ambient / Elektronik · Awe
Film-OST für Julian Charrières Unterwasser-Dokumentation über Tiefseebergbau. Montage-8-Synthesizer und Yamaha TransAcoustic Piano. Dunkel, ruhig, keine Kompromisse.
Shy One — Mali
UK Broken Beat / House / Jazz · Touching Bass
Zweites Album der Londoner DJ und Produzentin auf Touching Bass. George Riley kollaboriert auf „I Can Tell“. Für alle, denen Kaytranada zu poliert ist.
Brigitte Calls Me Baby — Irreversible
Indie / New Wave · ATO Records
Chicago, zweites Album auf ATO Records, live im Homestudio aufgenommen, elf Tracks. Die Energie von frühem The Killers, aber ohne die Arena-Ambitionen.
Jack Harlow — Monica
R&B / Soul · Atlantic Records
Harlow lässt den Rap komplett hinter sich. 10 Tracks, 28 Minuten, aufgenommen in Electric Lady Studios. Cory Henry am Piano auf „My Winter“. Konzentrierter als alles, was er bisher gemacht hat.
Kungs — Out Loud
French House / Electro-Disco
Dritter Longplayer des französischen DJs. „Galaxy“ feat. Theophilus London ist die stärkste Single seit Jahren. Das Vinyl mit Metallic-Druck ist ein Objekt.
as.if.radio
Neu auf as.if.radio
James Blake — „Death of Love“
Der Opener von „Trying Times“ — gesampelte Vocals, langsamer Aufbau, und dann bricht alles auf. Läuft auf as.if.radio seit Donnerstag.
the.drop — wöchentlich auf as.if.records/sounds






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