Zum Inhalt springen

Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer

Allison RussellConrad SchnitzlerEllen Allienkw28MadonnaMusik-News

the.noise — kw23: Bangalter vertont Ballett, Primavera startet mit Cure und MBV, Death Cab kehren heim

Bangalter lässt die Tanzfläche hinter sich, The Cure und My Bloody Valentine eröffnen Primavera, Death Cab graben sich durch eine Scheidung, Massive Attack drehen mit Tom Waits auf, und Olivia Rodrigo wird experimentell.

Thomas Bangalter bei den Filmfestspielen von Venedig 2024
Thomas Bangalter bei den Filmfestspielen von Venedig 2024

Mehr zum Thema

the.drop kw23 — Boards of Canada zünden an, KÁRYYN löst sich auf, Grohl erbt den FuzzBoards of Canada — Inferno the.drop kw24 — Seinfeld lässt los, Staples packt die Gitarren aus, Todd bleibt im BettDJ Seinfeld — If This Is It

Thomas Bangalter vertont ein Ballett für 16 Tänzer, Primavera Sound öffnet diese Woche in Barcelona, Death Cab for Cutie verarbeiten Trauer auf neuem Label, und Charli XCX setzt Martin Scorsese aufs Albumcover.
01
Album
Foto: LucaFazPhoto / CC BY-SA 4.0

Thomas Bangalter vertont ein Ballett für 16 Tänzer

Am Freitag erscheint Mirage — Ballet for 16 Dancers auf Erato, dem Klassik-Label von Warner. Acht Stücke, konzipiert als Partitur für das Ballet du Grand Théâtre de Genève. Der Choreograf Damien Jalet und der japanische Künstler Kōhei Nawa haben das Stück mit Bangalter entwickelt. Nach Mythologies (2023), einem Orchesterscore für die Opéra National de Bordeaux, ist das sein zweites Album jenseits der Tanzfläche. Wer auf Daft-Punk-Beats hofft, wird enttäuscht: Bangalter beschreibt die Platte als elektronischen Minimalismus, der die Zustände der Tänzer auf der Bühne nachzeichnet.
02
Festival
Foto: Chris Cardi / CC BY-SA 4.0

Primavera Sound startet diese Woche in Barcelona

Ab Mittwoch spielen The Cure, My Bloody Valentine, Massive Attack, The xx, Gorillaz und Slowdive im Parc del Fòrum. Drei Headliner-Nächte: Donnerstag Massive Attack und Doja Cat, Freitag The Cure und Skrillex, Samstag The xx und My Bloody Valentine. My Bloody Valentine stehen zum ersten Mal seit Dezember 2018 wieder auf einer Festival-Bühne. Das Festival ist zum zweiten Mal in Folge ausverkauft — Amazon Music überträgt ausgewählte Sets als Livestream. Wer kein Ticket hat: Die kostenlose Primavera a la Ciutat bespielt vom 3. bis 7. Juni Clubs und Venues in der ganzen Stadt.
03
Album
Foto: Birgitphelps / CC BY-SA 4.0

Death Cab for Cutie verarbeiten Trauer auf neuem Label

I Built You a Tower erscheint am 5. Juni auf Anti- — nach 22 Jahren bei Atlantic Records. Produzent John Congleton hat das Album in drei Wochen in seinem Los-Angeles-Studio aufgenommen, einzelne Parts entstanden in Seattle, Bellingham und Portland. Die elf Songs kreisen um Ben Gibbards Scheidung: Trauer, die man begräbt oder zu einem Turm aufschichtet, damit das Leben drumherum weitergehen kann. Die Singles Riptides und Punching the Flowers laufen seit Wochen. Ab Juli folgt eine Nordamerika-Tour mit Japanese Breakfast und Nation of Language als Support.
Zahl der Woche
106.000
So viele neue Songs werden täglich auf Streaming-Plattformen hochgeladen — pro Jahr knapp 39 Millionen Tracks. Fast die Hälfte der 253 Millionen verfügbaren Titel wurde 2025 kein einziges Mal abgespielt. Nur 0,2 Prozent aller Songs erzeugen die Hälfte aller Streams weltweit. Quelle: Luminate Year-End Report 2025.
04
Album
Foto: Celestinesucess / CC BY-SA

Charli XCX setzt Scorsese, John Cale und Marc Jacobs aufs Cover

Das nächste Album heißt Music, Fashion, Film und kommt am 24. Juli. Elf Songs, exakt 30 Minuten und fünf Sekunden. Auf dem Cover stehen drei Figuren, die den Albumtitel verkörpern: Regisseur Martin Scorsese, Velvet-Underground-Mitgründer John Cale und Modedesigner Marc Jacobs — fotografiert von Aidan Zamiri. Nach dem Dancefloor-Phänomen Brat wechselt Charli die Richtung: Die vorab veröffentlichten Tracks SS26 und Rock Music deuten auf einen gitarrenlastigeren Sound hin. Der Albumtitel stammt aus dem Text von SS26: „Nothing's gonna save us, not music, fashion, or film."
05
Single
Foto: Andrea R. Baker / CC BY-SA 2.5

Massive Attack und Tom Waits drehen gemeinsam auf

Boots on the Ground ist die erste Massive-Attack-Veröffentlichung seit sechs Jahren — und das erste Originalmaterial von Tom Waits seit Bad as Me (2011). Der Track ist eine Anti-Kriegs-Hymne, die B-Seite The Fly ein Spoken-Word-Stück von Waits. Die Vinyl-Erlöse gehen komplett an die American Civil Liberties Union und das US Immigrant Defense Project. Auf Spotify sucht man die Single vergeblich — Massive Attack haben sich bewusst gegen Streaming entschieden. Am Donnerstag spielen sie beim Primavera Sound in Barcelona, zum ersten Mal seit ihrer Absage 2022.
Post von Paula

Radiohead — Amnesiac wird 25

Am 5. Juni 2001 erschien Amnesiac. Vor genau 25 Jahren. Nicht das Album, über das alle geredet haben — das war Kid A, neun Monate vorher. Amnesiac kam danach und wurde behandelt wie der Nachzügler.
Kid A war der Bruch. Amnesiac war das, was passiert, wenn eine Band nach dem Bruch in der Leere steht und sich fragt, was jetzt. Pyramid Song ist einer der schönsten Radiohead-Songs, und das sage ich als jemand, der mit OK Computer groß geworden ist. Knives Out hat diese beiläufige Dringlichkeit, die bei Radiohead selten vorkommt. Und Like Spinning Plates — rückwärts gesungen, vorwärts gemischt — klingt auch nach 25 Jahren nach nichts anderem.
Was mich an Amnesiac fasziniert: Es ist das einzige Radiohead-Album, das nicht versucht, etwas zu beweisen. Kid A musste zeigen, dass sie alles Vorherige hinter sich lassen können. Hail to the Thief musste zeigen, dass sie trotzdem noch Gitarren spielen. In Rainbows musste beweisen, dass das Bezahl-was-du-willst-Modell funktioniert. Amnesiac wollte nichts. Es war einfach da.
Die Platte verdient bessere Gesellschaft in der Diskografie. Wenn ihr sie seit Jahren nicht gehört habt — diese Woche wäre ein guter Moment.
— Paula
Foto: Raph_PH / CC BY 4.0
06
Label
Foto: Tony Webster / CC BY 2.0

Julia Jacklin unterschreibt bei 4AD

Die australische Singer-Songwriterin hat ihren ersten internationalen Deal beim Londoner Label 4AD unterschrieben — Heimat von Cocteau Twins, Pixies und zuletzt Big Thief. Neue Musik gibt es noch nicht, aber der Vertrag gilt als deutliches Signal für ein viertes Album. Parallel dazu hat Jacklin eine ausgedehnte Tour angekündigt: Nordamerika ab Oktober 2026, UK und Europa im Februar und März 2027. Ihre bisherigen drei Alben — Don't Let the Kids Win, Crushing, Pre Pleasure — sind Platten, die man dreimal hört und dann nicht mehr loswird.
07
Album
Foto: CC BY 3.0

Olivia Rodrigo verspricht ihr experimentellstes Album

Am 12. Juni erscheint You Seem Pretty Sad for a Girl So in Love auf Geffen Records. Das dritte Album ist als Doppelseite konzipiert: sieben Songs auf der A-Seite (Girl So in Love), sechs auf der B-Seite (You Seem Pretty Sad). Die Londoner Sessions mit Stammproduzent Dan Nigro haben laut Rodrigo den Sound stärker verändert als alles davor. Die Lead-Single Drop Dead und die zweite Single The Cure klingen dunkler und kantiger als das, was man von Sour oder Guts kennt. Mit 23 das Kassettenseiten-Format zu wählen, ist entweder nostalgisch oder selbstbewusst. Wahrscheinlich beides.
Zitat der Woche
„I spent a lot of 2023 going through this very painful experience of a separation and eventual divorce. Eventually I felt I could write about it in a manner that was internal and hopefully lacking in any bitterness.“
— Ben Gibbard, Death Cab for Cutie (Billboard, Juni 2026)
Neu auf as.if.radio
Death Cab for Cutie — Riptides
Die Lead-Single vom neuen Album I Built You a Tower. Melodisch, melancholisch, Ben Gibbard in Hochform.
the.noise — wöchentlich auf as.if.records/sounds
Zurück zum Journal Alle Sounds-Artikel

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.

Alle Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft.

Inhaltsverzeichnis

now live
now live
as.if.radio
full experience in der app