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the.noise — kw17: Prodigy kommen nach Deutschland, Lana Del Rey liefert Bond-Theme, Makthaverskan brechen ihr Schweigen

The Prodigy spielen drei Deutschland-Shows im November, Lana Del Rey liefert den Bond-Song den sie seit zehn Jahren verdient, Makthaverskan brechen fünf Jahre Stille mit zehn Songs Post-Punk und Blu & Exile sind nach zwei Dekaden immer noch da.

Lana Del Rey live beim Primavera Sound 2024
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Prodigy kommen im November nach Deutschland, Lana Del Rey überrascht mit Bond-Theme, Friko wachsen am Reisen, ein maskiertes Duo aus Québec geht viral, Makthaverskan melden sich nach fünf Jahren zurück, Blu & Exile feiern zwanzig Jahre Partnerschaft — und die Streaming-Branche fragt sich, ob die Wachstumsjahre vorbei sind.
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Tour
Foto: Herr Stern / CC BY 2.0

The Prodigy spielen drei Shows in Deutschland

The Prodigy kommen im November für drei Konzerte nach Deutschland: Düsseldorf (Mitsubishi Electric Halle, 18.11.), Stuttgart (Schleyer-Halle, 20.11.) und Berlin (Velodrom, 21.11.). Der Vorverkauf startete am 10. April. Seit dem Tod von Keith Flint 2019 und dem letzten Album „No Tourists" (2018) war es still um das Duo aus Liam Howlett und Maxim. Jetzt arbeiten sie an neuem Material — Howlett beschreibt den Sound gegenüber dem NME als „fuckin' evil rave". Live werden Rob Holliday an der Gitarre und Leo Crabtree am Schlagzeug dabei sein. Die UK-Arena-Tour im April und Mai war innerhalb von Stunden ausverkauft, inklusive zwei Abende in der Wembley Arena.
02
Single
Foto: Raph_PH / CC BY 2.0

Lana Del Rey liefert das Bond-Theme

Lana Del Rey hat am 16. April überraschend „First Light" veröffentlicht — den Titelsong für das James-Bond-Videospiel „007 First Light" von IO Interactive. Produziert hat David Arnold, der fünf Bond-Filme vertont hat. Der Song öffnet mit einer langsamen Streicher-Passage und mündet in das klassische Bond-Thema am Ende des Refrains. Für Del Rey schließt sich ein Kreis: Ihr 2015 aufgenommener Titelsong für „Spectre" wurde damals nicht verwendet — Sam Smith bekam den Zuschlag. Das Spiel erscheint am 27. Mai für PS5, Xbox und PC.
03
Album
Foto: Frhuy / CC BY 4.0

Friko wachsen am Reisen

Die Chicagoer Friko veröffentlichen am 24. April ihr zweites Album „Something Worth Waiting For" auf ATO Records. Produziert hat Grammy-Gewinner John Congleton in seinem Studio in Los Angeles. Wo das Debüt „Where We've Been, Where We Go from Here" (2024) zwischen Kammerrock und Post-Punk pendelte, geht die Band jetzt Richtung Noise-Rock, Avantgarde-Klassik und symphonische Balladen. Sänger Niko Kapetan hat das Album unterwegs geschrieben: „We were writing whenever we were home, which wasn't too much."
Zahl der Woche
837 Mio.
Zahlende Streaming-Abonnenten weltweit, laut dem IFPI Global Music Report 2026. Allzeithoch — aber das Wachstumstempo nimmt ab. Streaming macht 70 Prozent des globalen Musikumsatzes aus. Die Frage für die Branche ist nicht mehr, ob sie wächst, sondern wie lange noch.
04
Album
Foto: Joe Mabel / CC BY-SA 4.0

Angine de Poitrine machen das Unsexieste sexy

Das maskierte Duo aus dem Saguenay in Québec hat mit „Vol. II" ein Album abgeliefert, das Acid-Techno, Disco, Psychedelic Rock und Prog in sechs Tracks zusammenpresst — und das alles mikrotonal. Khn und Klek de Poitrine treten in Pappmaché-Hüten auf, sprechen eine Sprache die nur sie verstehen und tragen Polka-Dots. Bekannt wurden sie durch eine KEXP-Session im Februar, die viral ging. Pitchfork schrieb, die Band habe „some of the unsexiest music in history" genommen und „undeniable" gemacht. Im Oktober folgt eine Europa-Tour.
05
Album
Foto: FakirNL / CC BY-SA 4.0

Makthaverskan brechen fünf Jahre Stille

Die schwedische Post-Punk-Band um Sängerin Maja Milner hat am 3. April „Glass and Bones" veröffentlicht — ihr fünftes Album und das erste seit 2021. Stereogum hat es zum Album der Woche gewählt. Zehn Songs lang treiben Gitarren nach vorn, Milners Stimme kippt zwischen Verletzlichkeit und Wut. Die Vorab-Single „Pity Party" gab die Richtung vor: Ausbruch, Kontrolle zurückholen. Das Album erscheint auf Welfare Sounds & Records aus Göteborg.
Post von Paula

Alles Plastik

Record Store Day war am Samstag. Wie jedes Jahr bin ich morgens in den Plattenladen und habe mich durch Stapel exklusiver Pressungen gewühlt. Pink Floyd live, White Stripes auf buntem Vinyl, Taylor Swift in kosmischem Lila-Blau. Das Angebot war so groß wie noch nie — über 400 Titel allein auf der offiziellen Liste.
Was mir aufgefallen ist: Auf auffällig vielen Hüllen stand dieses Jahr „Bio-Vinyl" oder „Recycled PVC". Das war vor zwei Jahren noch eine Fußnote. Jetzt wirkt es wie ein eigenes Genre. Rolling Stone nennt 2026 das Jahr, in dem Eco-Vinyl den Mainstream erreicht hat.
Ich bin da zwiespältig. Einerseits ist es offensichtlich besser, Platten nicht aus frischem Erdöl zu pressen. Andererseits habe ich eine der recycelten Pressungen neben eine normale gehalten — und ja, man hört einen Unterschied. Nicht dramatisch, aber im ruhigen Mittelteil einer Platte sind da Nebengeräusche, die beim Original nicht da sind.
Vielleicht ist das der Deal. Vielleicht ist eine Platte, die ein bisschen rauscht, ehrlicher als eine, die so tut als wäre ihre Herstellung ohne Konsequenzen. Vinyl war nie ein umweltfreundliches Medium. Dass die Industrie jetzt wenigstens anfängt, darüber nachzudenken, ist mehr als sie zwanzig Jahre lang getan hat.
— Paula
Foto: Samuel Dixon / CC0
06
Album
Foto: Dom Brady / CC BY 2.0

Blu & Exile feiern zwanzig Jahre Partnerschaft

Am 20. April haben der L.A.-Rapper Blu und Produzent Exile ihr fünftes gemeinsames Album „Time Heals Everything" veröffentlicht. Fast zwanzig Jahre nach ihrem Debüt „Below the Heavens" (2007), das als eine der besten Underground-Hip-Hop-Platten der Nuller gilt, setzen sie auf das, was sie immer konnten: Soul-Samples, präzise Texte und Gäste, die man nicht kommen sieht. Auf den zehn Tracks sind Black Thought (The Roots), Mach-Hommy und Rome Streetz dabei.
07
Branche

Peak Streaming — ist das Wachstum vorbei?

YouTube Premium erhöht die Preise: Einzelabo von 13,99 auf 15,99 Dollar, Familientarif von 22,99 auf 26,99 Dollar. Spotify, Apple Music und Amazon haben in den letzten zwei Jahren nachgezogen. Laut IFPI gibt es weltweit 837 Millionen zahlende Streaming-Abonnenten — ein Allzeithoch, aber das Wachstum verlangsamt sich. Der Music 3.0 Blog titelte diese Woche: „We May Be Reaching Peak Streaming Subscription." Gleichzeitig wächst ein anderes Problem: KI-generierter Streaming-Betrug, bei dem massenhaft künstliche Tracks auf Plattformen landen und Royalties verwässern.
Zitat der Woche
„Keef will forever be deeply ingrained in The Prodigy sound. People will feel that when they hear our new music. When I'm writing beats in the studio, he's always there in my mind, punching the air, spittin' and snarlin' in the background."
— Liam Howlett (The Prodigy), NME 2026
Neu auf as.if.radio
Makthaverskan — Pity Party
Post-Punk aus Göteborg, der nach vorn treibt. Vorab-Single vom neuen Album „Glass and Bones".
the.noise — wöchentlich auf as.if.records/sounds
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