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the.noise — kw21: Drake flutet Spotify mit 43 Tracks, Future Islands feiern zwanzig Jahre, Lykke Li verabschiedet sich

Drake stellt 43 Tracks in einer Nacht online und bricht Spotify-Rekorde, Future Islands feiern zwanzig Jahre mit einer Raritäten-Compilation, Lykke Li verabschiedet sich mit neun Songs in 24 Minuten und Rostam sucht Amerika in persischer Musik.

Future Islands live in Cleveland — the.noise KW21
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Drake flutet Spotify mit 43 Tracks in einer Nacht, Future Islands feiern zwanzig Jahre, Lykke Li verabschiedet sich mit neun Songs in 24 Minuten, Jeff Parker lässt eine Jazzband improvisieren, Rostam sucht Amerika in persischer Musik, Shearwater versammeln ein globales Ensemble und Violet Grohl debütiert.
01
Branche
Foto: Lunchbox LP / CC BY 2.0

Drake flutet Spotify mit 43 Tracks in einer Nacht

Am 16. Mai stellte Drake drei Alben gleichzeitig online: „Iceman" (18 Tracks), „Habibti" (11 Tracks) und „Maid of Honour" (14 Tracks). 43 Songs, null Vorwarnung. Am Ende seines „Iceman"-Livestreams holte er drei Festplatten hervor — die restlichen zwei Albumtitel erschienen als Text auf dem Bildschirm. Spotify meldete den meistgestreamten Künstler und das meistgestreamte Album eines einzelnen Tages in 2026. Die Kritiken fallen gemischt aus: The Guardian sprach von einem aufgeblähten Desaster, andere sehen darin Drakes Versuch, nach dem Beef mit Kendrick Lamar die Narrative zurückzuerobern. 43 Tracks als Gesprächseröffnung — ob das eine kreative Entscheidung war oder ein Ablenkungsmanöver, bleibt offen.
02
Album
Foto: Roger Zender / CC BY 2.0

Future Islands feiern zwanzig Jahre mit Raritäten

2006 gegründet in Greenville, North Carolina. Am 22. Mai kommt via 4AD die Compilation „From a Hole in the Floor to a Fountain of Youth" — 20 Tracks aus Raritäten, alternativen Versionen und Fan-Favoriten, die bisher nicht auf Streaming-Plattformen verfügbar waren. Bassist William Cashion wählte den Titel aus ihrem Song „Pinnochio" von 2009. Zwei neue Singles — „Sail" und „Find Love" — geben die Richtung vor. Konzerte in North Carolina und Baltimore sind angekündigt.
03
Album
Foto: Justin Higuchi / CC BY 2.0

Lykke Li geht mit „The Afterparty"

Ihr sechstes Album erschien am 8. Mai auf Neon Gold Records, und es klingt, als wäre es ihr letztes. Neun Songs in 24 Minuten — geschrieben in Los Angeles, aufgenommen in Stockholm mit einem 17-köpfigen Streichorchester. Thematisch dreht sich alles um die niedrigen Instinkte: Rache, Scham, Verzweiflung. Die erste Single „Lucky Again" sampelt Max Richter und verbindet orchestrale mit elektronischen Elementen. Kurz, direkt, ohne Nachspiel.
Zahl der Woche
40 %
Marktanteil unabhängiger Künstler und Labels am weltweiten Recorded-Music-Umsatz 2025 — inklusive Self-Releasing Artists über Distributoren wie DistroKid oder TuneCore. Vor fünf Jahren lag der Anteil noch bei 30 %. Der Indie-Sektor wächst schneller als die drei Majors, getrieben von Streaming-Distribution und Direct-to-Fan-Plattformen. Quelle: Worldmetrics / WIN, 2026.
04
Album
Foto: TonyTheTiger / CC BY-SA 4.0

Jeff Parker nimmt ein ganzes Konzert auf Band auf

Der Tortoise-Gitarrist hat mit seinem ETA IVtet am 15. Mai „Happy Today" veröffentlicht — ein Live-Album, aufgenommen am 20. August 2025 im Lodge Room in Los Angeles. Jay Bellerose am Schlagzeug, Anna Butterss am Bass, Josh Johnson am Saxophon. Zwei LP-seitenlange Stücke, komplett improvisiert, abgemischt auf einem Custom-Tape-Rig. Am 29. Mai folgt ein Konzertfilm. International Anthem und Nonesuch bringen das Album gemeinsam heraus — eine Allianz zwischen Chicagoer Avantgarde und einem der ältesten Jazz-Labels der Welt.
05
Album
Foto: Strongmendie / CC BY 3.0

Rostam sucht Amerika in persischer Musik

Fünf Jahre nach „Changephobia" hat der ehemalige Vampire-Weekend-Keyboarder am 15. Mai sein drittes Soloalbum „American Stories" vorgelegt. Diesmal verschmilzt er Americana mit traditioneller iranischer Musik — Saz-Melodien über westlichen Gitarrenakkorden, mikrotonale Reibung als Methode. Clairo und Tobias Jesso Jr. sind als Gäste dabei. Eine Nordamerika-Tour startet am 27. Mai in San Diego.
Post von Paula

Super Furry Animals und die verlorenen Demos mit Rhys Ifans

Es gibt Platten, die erst gar nicht existieren sollten. „Precreation Percolation" von den Super Furry Animals ist so eine. Am 1. Mai auf Strangetown Records erschienen, versammelt sie Material aus 1993 — als noch Schauspieler Rhys Ifans am Mikrofon stand. Die Vinyl-Version bringt acht Tracks: vier von der Llanfair EP, vier von der Moog Droog (was auf Walisisch „Cannabis" heißt, falls jemand fragt). Der Rest verteilt sich digital auf 31 Tracks inklusive früher Versionen von „The Man Don't Give A Fuck".
Was die Sache interessant macht: die 2026er Redux-Versionen von „AK Serenade" und „Bulletproof" klingen nicht wie Archiv-Material, das jemand aus Pflichtgefühl aufpoliert hat. Da wurde nachgearbeitet, dazugespielt, angereichert. Das Ergebnis steht irgendwo zwischen Dokumentation und Neuerfindung.
Wer die Super Furry Animals nur als walisische Psychedelic-Rock-Band der späten Neunziger kennt, bekommt hier den Beweis, dass sie vorher schon genau so kryptisch und eigenwillig waren — nur mit einem Schauspieler am Mikrofon, der bald andere Pläne hatte.
— Paula
Foto: alterna2 / CC BY 2.0
06
Album
Foto: Neff Conner / CC BY 2.0

Shearwater versammeln Musiker von drei Kontinenten

Jonathan Meiburg hat „The New World" für den 31. Juli angekündigt — nach vier Jahren Arbeit, crowdfunded und selbstproduziert auf dem eigenen Polyborus-Imprint via Secretly Distribution. Das Ensemble: Jamie Stewart (Xiu Xiu) am Gong, Thor Harris am Schlagzeug, Qanun-Spieler Farouz Zriek, Ngoni-Spieler Mamadou Kouyate und Perkussionisten der malischen Ngoni Ba. Zwei Singles sind draußen: „Daydream Unbeliever" mit Video aus der Antarktis und „More and More" mit Kirchenglocken aus Berlin.
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Debüt
Foto: Raph_PH / CC BY 2.0

Violet Grohl debütiert im Schatten des Vaters

Am 29. Mai erscheint „Be Sweet to Me" über Auroura Records / Republic — das Debütalbum der ältesten Tochter von Dave Grohl. Elf Tracks, produziert von Justin Raisen (Charli XCX, Sky Ferreira). Der Sound orientiert sich am Alternative Rock der späten Achtziger und frühen Neunziger. Ob der Nachname hilft oder schadet, muss jede Generation für sich herausfinden.
Zitat der Woche
„What makes music American? Who gets to be American?"
— Rostam (Flood Magazine, Mai 2026)
Neu auf as.if.radio
Future Islands — Sail
Ursprünglich als VIP-Tour-Single 2025, jetzt auf der Jubiläums-Compilation. Synthpop mit Bauch.
the.noise — wöchentlich auf as.if.records/sounds
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