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the.noise — kw27: Editors kündigen achtes Album an, Brutalismus 3000 laden Underworld ein, Madeon kehrt nach sieben Jahren zurück

Editors achtes Album kommt im Oktober, Brutalismus 3000 feiern Debüt mit Underworld-Feature, beabadoobee bringt Paramore und Deftones auf eine Platte, und Madeon bricht sieben Jahre Schweigen.

Editors live beim Down The Rabbit Hole Festival 2019
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Editors kündigen ihr achtes Album an, Brutalismus 3000 laden Underworld und Anya Taylor-Joy auf ihr Debüt ein, beabadoobee holt Hayley Williams und Chino Moreno aufs Album, und Madeon meldet sich nach sieben Jahren Stille zurück.
01
Album
Foto: FakirNL / CC BY-SA 4.0

Editors kündigen achtes Album an

Am 30. Oktober erscheint Surface, Echo & Sound auf Play It Again Sam — Editors achtes Studioalbum. Die erste Single The Rush ist seit dem 24. Juni draußen. Tom Smith hat die Band für die Aufnahmen zurück in den Proberaum geholt: ein Industriegebiet in Gloucestershire, weit weg von den Studios, in denen die letzten Platten entstanden sind. Die Besetzung steht seit 2013 — Smith, Leetch, Lay, Lockey, Williams. 24 Jahre Band, kein Hiatus. Das Album klingt nach einem Neuanfang, nicht nach Routine.
02
Album
Foto: LimettenSaft / CC BY-SA 4.0

Brutalismus 3000 laden Underworld und Anya Taylor-Joy ein

Harmony ist seit dem 26. Juni draußen — das Debütalbum des Berliner Duos auf Columbia. 13 Tracks, co-produziert von Boys Noize und Dylan Brady (100 gecs). Underworld und Anya Taylor-Joy sind als Features dabei. Theo Zeitner und Victoria Daldas mischen Dubstep, Trap, Punk und Nu-Metal, als hätte niemand diesen Leuten erklärt, dass man sich für ein Genre entscheiden muss.
03
Album
Foto: Justin Higuchi / CC BY 2.0

beabadoobee holt Hayley Williams und Chino Moreno aufs Album

Am 18. September erscheint Pylon auf Dirty Hit — beabadoobees drittes Album und ein Gipfeltreffen der Generationen. Hayley Williams singt auf Nothing To Prove, Brendan Yates (Turnstile) ist auf Powerlines dabei, Chino Moreno (Deftones) taucht ebenfalls auf. Matty Healy und George Daniel von The 1975 produzieren mit. Die erste Single Sun Has Set klingt nach 90er-Grunge und Midwest Emo. Eine 25-Jährige, die Paramore, Deftones und Turnstile auf eine Platte bringt — das Booking hätte auch als Festival-Lineup funktioniert.
Zahl der Woche
7
Jahre zwischen Madeons Good Faith (2019) und Victory (2026). Kein Social-Media-Tropf, kein Feature-Gastspiel, kein EP-Trostpflaster dazwischen. In einer Branche, die monatliche Content-Zyklen fordert, hat Hugo Leclercq die Tür zugemacht und ein Album geschrieben. Am 26. Juni hat er sie wieder aufgemacht.
04
Album
Foto: Yakwtfgo man / CC BY-SA 4.0

L'Rain vollendet ihre Tetralogie

Am 14. August erscheint fata morgana auf Mexican Summer — L'Rains viertes Album und der Abschluss eines Zyklus, der mit dem Debüt von 2017 begann. Taja Cheek mischt Dancehall mit Tape-Meditationen, Gospel mit Metal-Fragmenten. Das Vorgängeralbum I Killed Your Dog (2023) war eines der besten Experimentalalben des Jahres. fata morgana klingt in den ersten Singles so, als würde sie genau da weitermachen — ohne sich zu wiederholen.
05
Album
Foto: CC BY-SA 2.0

Madeon meldet sich nach sieben Jahren zurück

Am 26. Juni erschien Victory auf Mom+Pop — Madeons drittes Album und das erste seit Good Faith von 2019. Hugo Leclercq hat in der Zwischenzeit keine Singles veröffentlicht, keine Features gemacht, keine Socials bespielt. Einfach verschwunden, Album geschrieben, zurückgekommen. Victory klingt nach Electro-Punk, New Rave und French Electro — eine Kehrtwende vom sonnigen Pop seines Vorgängers. Slayyyter ist auf der Lead-Single Fire Away dabei, Sam Gellaitry auf Red Jacket.
Post von Paula

Ibeyi — Zwillinge, die sich ihr Label selbst gebaut haben

Lisa-Kaindé und Naomi Diaz haben am 26. Juni ihr viertes Album veröffentlicht. Offering, zwölf Songs, auf Ibeyi Records — ihrem eigenen Label. Kein XL Recordings mehr, keine Major-Infrastruktur. Distribution über AWAL, der Rest selbst gemacht.
Das ist bemerkenswert, weil Ibeyi nie eine Band waren, die Indie-Credibility als Verkaufsargument brauchten. Drei Alben auf XL Recordings, einem der angesehensten Indie-Majors. Jetzt der Schritt in die Selbstständigkeit — nicht weil XL sie fallen gelassen hätte, sondern weil sie die volle Kontrolle wollten.
Musikalisch schließt Offering an Spell 31 von 2022 an. Die Yoruba-Spiritualität der Zwillinge war nie ein Gimmick — sie ist seit dem Debüt der rote Faden. Die Lead-Single Aset erzählt die Geschichte der Göttin Isis, die heiliges Wissen erlangt, um Osiris aufzuerwecken. Nicht der übliche Algorithmus-Pop.
Ab November touren sie mit 34 Dates durch Europa und die USA. Alles selbst gebucht, selbst finanziert. Das ist der Teil, über den zu wenig gesprochen wird: Ein eigenes Label gründen kann jeder. Eine 34-Date-Tour ohne Major-Support auf die Beine stellen ist eine andere Sache.
— Paula
Foto: Maya Dagnino / CC BY-SA 4.0
06
Album
Foto: David Lee / CC BY 2.0

Slow Pulp geben erstmals die Kontrolle ab

Am 18. September erscheint Melodie auf ANTI- — Slow Pulps drittes Album und das erste mit einem externen Produzenten. Elliott Kozel (Rosalia, Yves Tumor, SZA) hat co-produziert, gemeinsam mit Henry Stoehr und Emily Massey. 11 Tracks zwischen Power-Pop, akustischem Heartbreak und 90er-Alternative. Die Lead-Single Better Man ist draußen. Im Herbst folgt eine Nordamerika-Headliner-Tour von St. Louis bis Brooklyn.
07
Comeback
Foto: William Nichols / CC BY 2.0

Royal Blood teasen neue Songs für August

Mike Kerr und Ben Thatcher haben am 21. Juni einen Clip mit neuem Material gepostet — das erste Lebenszeichen seit dem Album Back to the Water Below von 2023. Drei UK-Shows im August sind angekündigt: Margate, Southampton und Guildford. Die Band hat bestätigt, bei jedem Auftritt neue Songs zu spielen. Was nach ein paar Warmup-Shows klingt, ist vermutlich der Anfang einer Album-Kampagne. Das Material soll härter ausfallen als bisher.
Zitat der Woche
„We were in greenest Gloucestershire, on this innocuous little industrial estate — it was pretty much the opposite of being in Berghain!“
— Tom Smith, Editors (Live4ever, Juni 2026)
Neu auf as.if.radio
Editors — The Rush
Die Lead-Single vom achten Album Surface, Echo & Sound. Post-Punk aus Gloucestershire statt Berghain — passt ins as.if.radio-Programm.
the.noise — wöchentlich auf as.if.records/sounds
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