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Licht, Luft, Charakter — warum der Raum die Ergebnisse beeinflusst

Hast du schon einmal daran gedacht, eine Pyjama-Party als Meeting zu veranstalten? Nein, wir machen keine Witze! Die Idee klingt vielleicht absurd, aber eine gemütliche Atmosphäre kann wirklich den Unterschied ausmachen. Stell dir vor, alle Teilnehmer*innen sind entspannt, es gibt keine starren Hierarchien und die kreativen Ideen fliegen nur so hin und her. Klingt doch nach einem perfekten Meeting, oder? In diesem Artikel erfährst du, warum eine gemütliche Atmosphäre in deinen Meetings so wichtig ist und wie du diese erreichen kannst.

Pyjamaparty - Warum eine gemütliche Atmosphäre in deinen Meetings wichtig ist - as/if records
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Die meisten Seminarräume sehen aus wie Seminarräume. Rasterdecke, Teppichboden, eine Uhr an der Wand die zu langsam läuft. Ein Flipchart in der Ecke das noch die Notizen vom letzten Team trägt. Das ist der Standard. Die meisten haben sich daran gewöhnt.

Trotzdem lohnt es sich, über den Raum nachzudenken. Nicht weil Innenarchitektur plötzlich wichtiger ist als der Workshop-Inhalt, sondern weil ein paar einfache Faktoren darüber entscheiden, ob die Gruppe um 15 Uhr noch arbeiten kann.

Was Atmosphäre mit Konzentration zu tun hat

Eine Studie der University of Exeter aus dem Jahr 2010 hat untersucht, wie die Gestaltung von Arbeitsräumen die Produktivität beeinflusst. Das Ergebnis: In Räumen mit Pflanzen und persönlicher Gestaltung arbeiteten die Teilnehmer bis zu 15 Prozent produktiver als in kahlen Standardräumen.

15 Prozent klingt abstrakt. Auf einen achtstündigen Workshop hochgerechnet ist das über eine Stunde zusätzliche produktive Arbeit. Oder der Unterschied zwischen drei und fünf umgesetzten Maßnahmen am Ende des Tages.

Man muss das nicht überbewerten. Nicht jede Gruppe braucht einen Designraum. Aber wer die Wahl hat zwischen einem kahlen Funktionsraum und einem Raum mit Charakter, trifft damit auch eine Entscheidung über die Arbeitsfähigkeit der Gruppe.

Licht

Tageslicht ist der offensichtlichste Faktor. Acht Stunden unter Neonlicht machen müde, verursachen Kopfschmerzen und drücken die Stimmung. Das ist keine subjektive Empfindung, sondern Arbeitsmedizin.

Worauf man achten kann: Gibt es Fenster, und wenn ja, kommt Tageslicht an die Arbeitsplätze? Lässt sich das Kunstlicht dimmen? Blendet es auf dem Beamer? Die Kombination aus Tageslicht und anpassbarem Kunstlicht funktioniert am besten. Morgens hell und fokussiert, nachmittags etwas wärmer.

Luft

Der Faktor den man nicht sieht, aber nach zwei Stunden spürt. 20 Leute atmen, produzieren CO2 und Feuchtigkeit. In einem geschlossenen Raum ohne vernünftige Belüftung sinkt die Konzentration messbar.

Die Art der Heizung macht einen Unterschied. Konventionelle Heizungen blasen warme Luft in den Raum — die steigt auf, trocknet aus und verwirbelt Staub. Infrarot-Paneele wärmen Oberflächen direkt. Die Luft bleibt frischer, die Temperatur gleichmäßiger.

Nachfragen lohnt sich: Wie wird belüftet? Gibt es Deckenventilatoren oder Luftfilter? Können Fenster geöffnet werden? Gute Luft bemerkt niemand. Schlechte Luft bemerkt jeder.

Materialien und Charakter

Kunststoff-Tische und Polsterstühle mit Stoffbezug senden eine Nachricht: Funktionsraum. Nicht zum Wohlfühlen, zum Abarbeiten.

Räume mit Charakter — ob Industrieloft, Altbau oder umgebaute Werkstatt — bieten Gesprächsanlässe. Gruppen die sich noch nicht gut kennen, brauchen etwas worüber sie reden können, bevor es um die Arbeit geht. Ein Raum mit Persönlichkeit liefert das von alleine.

Das muss kein Designer-Raum sein. Schon Pflanzen, ein paar Bilder an der Wand und Stühle auf denen man gerne sitzt, machen einen Unterschied. Es geht nicht um Ästhetik als Selbstzweck, sondern darum, dass sich die Gruppe willkommen fühlt statt geduldet.

Zonen statt ein Raum

Wenn die Gruppe in der Pause am selben Tisch sitzt wie während der Arbeit, fühlt es sich nicht wie eine Pause an. Das Gehirn schaltet nicht um.

Ein separater Bereich für Pausen — und seien es nur ein paar Meter weiter, mit Sofa und Kaffeemaschine statt Konferenztisch — macht einen überraschend großen Unterschied. Die Leute stehen auf, bewegen sich, reden über etwas anderes. Und kommen mit frischerem Kopf zurück.

Idealerweise gibt es drei Zonen: Arbeitsbereich, Pausenbereich und einen Rückzugsort für 1:1-Gespräche oder Telefonate. Nicht jeder Raum bietet das, aber es lohnt sich danach zu fragen.

Die ehrliche Einschätzung

Atmosphäre allein rettet keinen schlechten Workshop. Wer den falschen Trainer bucht oder die falsche Gruppe zusammenstellt, dem hilft auch der schönste Raum nicht.

Aber bei gleichem Inhalt und gleichem Trainer macht die Umgebung einen Unterschied. Einen, den man nicht fotografieren kann, aber am Ende des Tages in den Ergebnissen sieht. Licht, Luft und Komfort sind keine Luxusthemen. Sie sind die Grundlage, auf der alles andere aufbaut.

Häufige Fragen

Beeinflusst der Raum wirklich die Meeting-Qualität?

Ja. Raumtemperatur, CO2-Gehalt, Licht und Akustik haben direkten Einfluss auf Konzentration und Kreativität. Die Exeter-Studie zeigt bis zu 15 Prozent mehr Produktivität in gestalteten Räumen.

Was ist der wichtigste einzelne Faktor?

Luft. Gutes Licht und angenehme Materialien helfen, aber wenn nach zwei Stunden der Sauerstoff fehlt, bringt der schönste Raum nichts. Belüftung ist die Basis.

Muss ein guter Seminarraum teuer sein?

Nicht zwingend. Tageslicht und gute Luft kosten nichts extra. Ein paar Pflanzen und vernünftige Stühle auch nicht. Teuer wird es bei Technik und Catering — aber der Raum selbst muss kein Designobjekt sein, um gut zu funktionieren.

Seminarraum mit Atmosphäre in Köln Nippes

Industrieloft, Tageslicht, frische Luft. Besichtigung jederzeit möglich.

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