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Vigamisu – Veganes Tiramisu mit Schwarzes Gold Kaffeelikör

Veganes Tiramisu mit einem Schuss Schwarzes Gold Kaffeelikör: Mandelkuchen statt Löffelbiskuits, Seidentofu-Creme und mindestens fünf Stunden Geduld. Dann zieht es dich hoch.

Vigamisu – Veganes Tiramisu mit Schwarzes Gold Kaffeelikör
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Veganes Tiramisu mit einem Schuss Schwarzes Gold Kaffeelikör: Mandelkuchen statt Löffelbiskuits, Seidentofu-Creme und mindestens fünf Stunden Geduld. Dann zieht es dich hoch.

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Die Geschichte hinter diesem Rezept

Ich habe das erste mal in meinem Leben veganes Tiramisu gemacht. Es sollte ein Nachmittagssnack für die Yogamädels beim letzten Retreat sein, bei dem ich gekocht habe. Dort gibt es nur vegane Speisen und ich hatte Heißhunger auf Tiramisu. Also habe ich schon einen Tag vor der Abreise einen Mandelkuchen gebacken, der als Grundlage und als Ersatz für die Löffelbiskuits dienen sollte. Ich weiß gar nicht, ob es vegane Löffelbiskuits gibt, zumindest habe ich sie noch nie gesehen. Ihr könnt aber auch andere vegane Kekse benutzen, wenn es schnell gehen soll. 🍪

Morgens habe ich dann eine Creme aus Agavendicksaft, Seidentofu und Sojajoghurt angerührt und einen starken Espresso gekocht. Mein Tip bei Tiramisu ist eigentlich der große Schuss Schwarzes Gold (Kaffeelikör aus Köln) der zum Espresso dazu kommt. Alkohol im Tiramisu ist aber wohl nicht die original italienische Form des Nachtisches, aber wenn wir ehrlich sind, dann würde sich auch jede echt italienische Omi im Grab umdrehen, wenn sie die anderen Zutaten des Vegamisu hören würde…also pssst. 🤫 Wenn ihr aber gerade keinen Alkohol trinken mögt oder dürft, dann lasst ihn einfach weg. Das Vegamisu schmeckt auch, wenn es nur mit Espresso getränkt wird.

Vigamisu Nahaufnahme mit Kakaobestäubung

Worauf es ankommt

Wichtig ist, dass ihr dem leckeren Nachtisch mindestens 5-6 Stunden Zeit lasst, um richtig durchzuziehen. Da hilft es leider nicht ungeduldig zu sein, auch wenn ich das nach der Zubereitung von Leckereien gerne mal bin. Es lohnt sich zu warten, gerne auch eine ganze Nacht.

Tiramisu heißt wörtlich übersetzt übrigens „zieh-mich-hoch" und ist damit hervorragend zur Überbrückung des Nachmittagstiefs geeignet, aber natürlich auch einfach der beste Nachtisch der Welt. ☕️

Tip: Wenn ihr den Geschmack von Sojajoghurt nicht mögt, dann könnt ihr natürlich auch auf eine andere pflanzliche Alternative zurückgreifen. Ich denke da besonders an Mandel- oder Kokosjoghurt. Das gibt dem Ganzen noch eine schöne Geschmacksnote.

Wie ihr seht hatte ich kein feines Sieb zur Hand, als ich den Kakao über das Vegamisu gegeben habe. Es würde natürlich schöner aussehen, wenn ihr eins hättet, aber wenn man nicht in der eigenen Küche werkelt muss man Kompromisse eingehen.

Vigamisu – Veganes Tiramisu

Veganes Tiramisu mit einem Schuss Schwarzes Gold (Kaffeelikör aus Köln), Mandelkuchen und Seidentofu-Creme.

  • Vorbereitung: 30 Min
  • Backzeit: 30 Min
  • Gesamt: ca. 12 Std (inkl. Kühlzeit)
  • 8 Portionen
  • Leicht

Zutaten

  • Für den Mandelkuchen
  • Für die Creme
  • Außerdem

Zubereitung

  1. Am Tag vorher könnt ihr den Kuchen vorbereiten, der als Basis des Vegamisu dient: dazu die Butter und den Agavendicksaft mit einem Handmixer cremig rühren. Die pflanzliche Sahne dazu geben und alles noch einmal gut durchmixen. In einer separaten Schüssel Mandeln, Mehl, Sojamehl und Backpulver vermengen. Dann die trockenen Zutaten kurz unter die flüssige Masse rühren und alles in eine gut gefettete Kastenform geben.
  2. Im vorgeheizten Backofen bei 175° für 30 Minuten backen und auskühlen lassen.
  3. Nach dem Auskühlen (oder am nächsten Tag) den Kuchen aus der Form nehmen und in etwa 2cm breite Stücke schneiden.
  4. Einen starken Espresso kochen, etwas abkühlen lassen und mit dem Kaffeelikör (optional) mischen.
  5. Den Agavendicksaft mit der Butter schaumig schlagen. Dann den Seidentofu und den pflanzlichen Joghurt so lange untermixen, bis eine glatte Creme entstanden ist.
  6. Den Boden einer Schüssel mit der Hälfte des Mandelkuchens auslegen, mit der Hälfte des Kaffees beträufeln und mit der Hälfte der Creme bedecken. Diesen Schritt wiederholen und das Vegamisu für mindestens 5 Stunden kalt stellen, damit es gut durchziehen kann.
  7. Vor dem Servieren mit dem Kakaopulver bestäuben und in Quadrate schneiden.
Joghurt-Alternative: Wer den Geschmack von Sojajoghurt nicht mag, kann auf Mandel- oder Kokosjoghurt ausweichen. Das gibt dem Vigamisu eine zusätzliche Geschmacksnote.

Was dazu passt

Das Vigamisu steht für sich allein — es braucht eigentlich nichts dazu außer einem guten Löffel und vielleicht einem Espresso. Wer mag, kann es mit frischen Beeren garnieren oder einen Schuss Schwarzes Gold pur dazu trinken. Der Kaffeelikör im Dessert trifft dann auf den Kaffeelikör im Glas.

Häufige Fragen

Kann ich das Vigamisu auch ohne Kaffeelikör machen?

Klar. Einfach den Schwarzes Gold weglassen und nur den Espresso verwenden. Das Vigamisu schmeckt auch ohne Alkohol richtig gut.

Wie lange muss das Vigamisu im Kühlschrank stehen?

Mindestens 5-6 Stunden, besser über Nacht. Die Kühlzeit ist wichtig, damit der Mandelkuchen den Kaffee aufsaugen kann und die Creme fest wird.

Kann ich statt Mandelkuchen auch Löffelbiskuits nehmen?

Ja, wenn ihr vegane Löffelbiskuits findet, funktioniert das genauso. Auch andere vegane Kekse eignen sich als Basis.

Ist Seidentofu dasselbe wie normaler Tofu?

Nein, Seidentofu hat eine viel weichere, cremigere Konsistenz und eignet sich perfekt für Desserts. Normaler Tofu wäre zu fest und krümelig für die Creme.

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Marie

Über Marie

Marie ist bei as.if.records für alles rund um Küche und Cocktails zuständig. Sie kocht und backt seit sie denken kann — möglichst gesund, fleischlos, oft vegan, aber Hauptsache frisch und lecker. Außerdem leitet sie die Cocktailkurse bei as.if.spirits.

Alle Geschichten rund um die Rezepte, Tipps und noch viel mehr findet ihr auf ihrem Blog marydishes.de und auf Instagram @marydishes.

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Kochen und backen — möglichst gesund, aber auch mit der ein oder anderen Sünde — fleischlos und oft vegan, aber Hauptsache frisch und lecker!

„Irgendwann möchte ich mal meinen eigenen Blog schreiben." Das dachte ich mir jetzt schon seit so langer Zeit und immer wieder gab es Ausreden: „Ich weiß gar nicht wie das geht." – „Ich hab da keine Zeit für." – „Das interessiert doch niemanden." – „Ich kann keine schönen Fotos machen."

Und jetzt war der Moment gekommen, an dem ich einfach Lust hatte: Lust anderen Menschen von meinem Leben, meiner Art zu kochen und meiner Leidenschaft vom backen zu erzählen. Und ich dachte mir, wenn es halt keiner liest, dann mache ich es halt nur für mich.

Eine Bekannte sagte einmal zu mir, sie esse nur zum Überleben. Ein Satz der mich völlig schockiert hat. Ich liebe — seitdem ich klein bin — den Umgang mit Essen.

Natürlich hat das als kleine Naschkatze mit der Weihnachtsbäckerei begonnen. Aber schon damals konnte ich nicht verstehen, warum wir denn Sachen aus Salzteig formen und sie dann trocknen lassen ohne sie zu essen. Und die schon weiß gewordenen Osterhasen und Weihnachtsmänner im Regal meiner Spielfreundin konnte ich schon gar nicht verstehen. Essen ist doch so etwas Wunderbares!

Liebe geht durch den Magen und das habe ich schon ganz früh erkannt. Zum Beispiel wenn wir zu meiner lieben Oma gefahren sind, bei der alles aus den riesigen selbstbewirtschafteten Gärten kam und die uns regelmäßig mit eingelegten Pfirsichen, Marmelade und Gebäck versorgt hat. Bei jeder Familienfeier wurden die wunderbarsten Kuchen aufgetischt und sehr lange Zeit kannte ich gar keine Backmischungen und keine gekaufte Marmelade, ganz abgesehen von den hoch gelobten Coppenrath&Wiese Torten. Warum denn kaufen? Selbstgemacht schmeckt doch viel besser!

Mit dem Leben auf eigenen Füßen kam dann die nächste Herausforderung: kochen! Das Studentenleben lässt nicht viel Geld fürs Essen gehen und jeden Tag nur fertig Pizza — das konnte ich mir nicht vorstellen! Essen bestellen kannte ich von zu Hause nicht. Entweder wurde am Wochenende ein klassisches, bodenständiges Essen von meiner lieben Mutter gezaubert — Fleisch, Gemüse, Kartoffeln — oder, unter der Woche, ein einfaches, schnelles Gericht zubereitet. Gerne auch mal etwas fixes aus der Tüte… musste ja schnell gehen und meine Mutter war glaub ich sehr froh sich mit drei Kindern und einem Job zur Generation „Tütenmutti" zählen zu dürfen. Das war auch ihr gutes Recht, aber wie sollte ich mich nun ernähren? Weg von zu Hause mit sparsamen Mitteln und meist auch noch für mehr als eine Person, denn in unserer WG hat man selten alleine gegessen.

Über die Jahre habe ich mich sehr viel mit Ernährung beschäftigt und gekocht, gebacken, gekocht, gebacken und gekocht.

Mit Anfang 20 hab ich meine erste Hochzeitstorte für meinen Bruder und meine Schwägerin gebacken. Sie war optisch vielleicht nicht perfekt aber das tollste Kompliment kam von meiner Tante, die mit dem zweiten Stück Kuchen in der Hand und leuchtenden Augen sagte: „Deine Omi wäre so stolz auf dich!"

Vor ein paar Jahren kam eine Gemüsekiste hinzu, die mich vor neue Herausforderungen stellte: nicht mehr für ein Gericht einkaufen gehen, sondern mit dem kochen was da ist und mit Lebensmitteln an denen man sonst immer vorbei gelaufen ist.

Dann hatte mein Freund die Idee einen Plattenladen zu eröffnen. Aber kein normaler Plattenladen sollte es sein, sondern ein Plattenladen-Café — denn was passt besser zu Schallplatten als Kaffee. Und ich dachte direkt begeistert: und was passt besser zu Vinyl und Käffchen als Kuchen und Quiche. Und schon war meine größte Herausforderung geboren: backen und kochen für andere Menschen, die auch noch das Bedürfnis haben sollten meine Kreationen zu kaufen.

2018 kam dann noch der eigene Acker hinzu: eigens angebautes Biogemüse und alles muss verarbeitet oder konserviert werden.

Und immer mit von der Partie ist natürlich meine süße Katze Bierchen, die maunzend um meine Beine schleicht, wenn es lecker in der Küche riecht.

Das ist nun also meine Welt: Kochen und backen — möglichst gesund, aber auch mit der ein oder anderen Sünde, fleischlos und oft auch vegan, aber Hauptsache frisch und mit einer perfekten Resteverwertung!

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