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Delicatobollar – Schwedische Schoko-Schnee-Kugeln, vegan und glutenfrei

Schwedische Schokoladenkugeln mit Kokosraspeln, einem Schuss Schwarzes Gold Espressolikör und nur fünf Zutaten. Vegan, glutenfrei und so einfach, dass man direkt die doppelte Portion machen sollte.

Delicatobollar – Schwedische Schoko-Schnee-Kugeln, vegan und glutenfrei
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Schwedische Schokoladenkugeln mit Kokosraspeln, einem Schuss Schwarzes Gold Espressolikör und nur fünf Zutaten. Vegan, glutenfrei und so einfach, dass man direkt die doppelte Portion machen sollte.

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Die Geschichte hinter diesem Rezept

Schweden ist einfach ein wunderbares Land mit vielen leckeren, süßen Köstlichkeiten. Letzten Herbst waren wir das erste mal mit dem Camper und unserem Hund in Schweden und obwohl ich schon unzählige Male da war (meine Eltern leben in Schweden), entdecke ich jedes mal wieder neue Leckereien und Rezepte.

Als meine Mutter dann zu meinem letzten Geburtstag zu Besuch war, haben wir uns daran gemacht Schokoladenbällchen herzustellen, die in Schweden Delicatobollar oder Chokladbollar heißen. Das Rezept ist sehr einfach, die Zubereitung dauert aber etwas, da die Grundmasse immer wieder ruhen muss.

Ich finde sie machen sich im Winter wunderbar auf jeder Kaffee- und Kuchentafel, da sie durch die Kokosraspeln wie kleine Schneekugeln aussehen. Aber natürlich kann man sie das ganze Jahr über genießen. Wir haben direkt eine große Portion gemacht und die Hälfte eingefroren. Wenn ich weiß, dass ich Besuch bekomme, kann ich morgens einfach ein paar der Kugeln aus dem Gefrierfach nehmen und lasse sie auftauen. Leichter geht es nicht.

Delicatobollar Nahaufnahme mit Kokosraspeln

Der Schwarzes Gold Twist

In das schwedische Originalrezept kommt Rum. Ich habe sie aber mit unserem hauseigenen Espressolikör „Schwarzes Gold" gemacht, der von meinem Freund hier in Köln hergestellt und vertrieben wird. Praktischerweise haben wir daher immer ein paar Fläschchen zu Hause, so dass ich den Likör zu jeder Zeit in Pralinen, Gebäck und Nachtisch verarbeiten kann. Natürlich könnt ihr den Likör auch einfach weglassen.

Delicatobollar – Schwedische Schoko-Schnee-Kugeln

Schwedische Pralinen mit Kaffee, Schwarzes Gold Likör und Schokolade — vegan und glutenfrei.

  • Gesamt: ca. 1,5 Std
  • ca. 25 Stück
  • Leicht

Zutaten

  • Zur Dekoration

Zubereitung

  1. Die Haferflocken in einem Mixer zu Mehl zerkleinern.
  2. In einer Schüssel die zimmerwarme Butter, Zucker und Vanillezucker cremig rühren. Dann den Kakao, abgekühlten Espresso, Likör, die geschmolzene Blockschokolade und die zerkleinerten Haferflocken dazu geben und gut unterrühren.
  3. Die Masse für 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen, damit sie sich formen lässt. Ich portioniere sie mit einem Teelöffel und rolle sie dann zwischen den Handflächen zu Kugeln. Die Schokoladenbällchen noch einmal kalt stellen.
  4. Währenddessen die Blockschokolade über dem Wasserbad schmelzen. Mit Hilfe einer Gabel die Schokokugeln in die geschmolzene Schokolade tauchen, auf einem Gitter oder Backpapier abtropfen lassen und mit Kokosraspeln bestreuen.
  5. Die Delicatobollar vor dem Servieren trocknen lassen.
Einfrieren: Direkt eine große Portion machen und die Hälfte einfrieren. Bei Besuch morgens einfach auftauen lassen — leichter geht es nicht.

Was dazu passt

In Schweden gehören die Bollar auf jede Fika-Tafel — also zum Kaffee mit Freunden. Dazu ein starker Espresso oder, wenn man es sich gemütlich machen will, ein Glas Schwarzes Gold auf Eis. Im Winter machen sie sich auf dem Plätzchenteller genauso gut wie als spontanes Mitbringsel.

Häufige Fragen

Kann ich die Delicatobollar auch ohne Likör machen?

Klar, den Schwarzes Gold einfach weglassen. Die Bollar schmecken auch nur mit Espresso. Wer will, kann stattdessen auch Rum nehmen — das ist die klassisch schwedische Variante.

Wie lange halten sich die Kugeln?

Im Kühlschrank gut eine Woche, eingefroren mehrere Monate. Einfach morgens rausnehmen, bei Zimmertemperatur auftauen lassen — fertig.

Sind die wirklich vegan und glutenfrei?

Ja, wenn ihr glutenfreie Haferflocken verwendet und bei der Blockschokolade auf eine vegane Variante achtet. Die Butter kann durch vegane Butter (z.B. Alsan) ersetzt werden.

Warum muss die Masse zwischendurch ruhen?

Im Kühlschrank wird die Masse fest genug zum Formen. Ohne Ruhezeit klebt sie an den Händen und lässt sich nicht zu sauberen Kugeln rollen.

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Marie

Über Marie

Marie ist bei as.if.records für alles rund um Küche und Cocktails zuständig. Sie kocht und backt seit sie denken kann — möglichst gesund, fleischlos, oft vegan, aber Hauptsache frisch und lecker. Außerdem leitet sie die Cocktailkurse bei as.if.spirits.

Alle Geschichten rund um die Rezepte, Tipps und noch viel mehr findet ihr auf ihrem Blog marydishes.de und auf Instagram @marydishes.

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Kochen und backen — möglichst gesund, aber auch mit der ein oder anderen Sünde — fleischlos und oft vegan, aber Hauptsache frisch und lecker!

„Irgendwann möchte ich mal meinen eigenen Blog schreiben." Das dachte ich mir jetzt schon seit so langer Zeit und immer wieder gab es Ausreden: „Ich weiß gar nicht wie das geht." – „Ich hab da keine Zeit für." – „Das interessiert doch niemanden." – „Ich kann keine schönen Fotos machen."

Und jetzt war der Moment gekommen, an dem ich einfach Lust hatte: Lust anderen Menschen von meinem Leben, meiner Art zu kochen und meiner Leidenschaft vom backen zu erzählen. Und ich dachte mir, wenn es halt keiner liest, dann mache ich es halt nur für mich.

Eine Bekannte sagte einmal zu mir, sie esse nur zum Überleben. Ein Satz der mich völlig schockiert hat. Ich liebe — seitdem ich klein bin — den Umgang mit Essen.

Natürlich hat das als kleine Naschkatze mit der Weihnachtsbäckerei begonnen. Aber schon damals konnte ich nicht verstehen, warum wir denn Sachen aus Salzteig formen und sie dann trocknen lassen ohne sie zu essen. Und die schon weiß gewordenen Osterhasen und Weihnachtsmänner im Regal meiner Spielfreundin konnte ich schon gar nicht verstehen. Essen ist doch so etwas Wunderbares!

Liebe geht durch den Magen und das habe ich schon ganz früh erkannt. Zum Beispiel wenn wir zu meiner lieben Oma gefahren sind, bei der alles aus den riesigen selbstbewirtschafteten Gärten kam und die uns regelmäßig mit eingelegten Pfirsichen, Marmelade und Gebäck versorgt hat. Bei jeder Familienfeier wurden die wunderbarsten Kuchen aufgetischt und sehr lange Zeit kannte ich gar keine Backmischungen und keine gekaufte Marmelade, ganz abgesehen von den hoch gelobten Coppenrath&Wiese Torten. Warum denn kaufen? Selbstgemacht schmeckt doch viel besser!

Mit dem Leben auf eigenen Füßen kam dann die nächste Herausforderung: kochen! Das Studentenleben lässt nicht viel Geld fürs Essen gehen und jeden Tag nur fertig Pizza — das konnte ich mir nicht vorstellen! Essen bestellen kannte ich von zu Hause nicht. Entweder wurde am Wochenende ein klassisches, bodenständiges Essen von meiner lieben Mutter gezaubert — Fleisch, Gemüse, Kartoffeln — oder, unter der Woche, ein einfaches, schnelles Gericht zubereitet. Gerne auch mal etwas fixes aus der Tüte… musste ja schnell gehen und meine Mutter war glaub ich sehr froh sich mit drei Kindern und einem Job zur Generation „Tütenmutti" zählen zu dürfen. Das war auch ihr gutes Recht, aber wie sollte ich mich nun ernähren? Weg von zu Hause mit sparsamen Mitteln und meist auch noch für mehr als eine Person, denn in unserer WG hat man selten alleine gegessen.

Über die Jahre habe ich mich sehr viel mit Ernährung beschäftigt und gekocht, gebacken, gekocht, gebacken und gekocht.

Mit Anfang 20 hab ich meine erste Hochzeitstorte für meinen Bruder und meine Schwägerin gebacken. Sie war optisch vielleicht nicht perfekt aber das tollste Kompliment kam von meiner Tante, die mit dem zweiten Stück Kuchen in der Hand und leuchtenden Augen sagte: „Deine Omi wäre so stolz auf dich!"

Vor ein paar Jahren kam eine Gemüsekiste hinzu, die mich vor neue Herausforderungen stellte: nicht mehr für ein Gericht einkaufen gehen, sondern mit dem kochen was da ist und mit Lebensmitteln an denen man sonst immer vorbei gelaufen ist.

Dann hatte mein Freund die Idee einen Plattenladen zu eröffnen. Aber kein normaler Plattenladen sollte es sein, sondern ein Plattenladen-Café — denn was passt besser zu Schallplatten als Kaffee. Und ich dachte direkt begeistert: und was passt besser zu Vinyl und Käffchen als Kuchen und Quiche. Und schon war meine größte Herausforderung geboren: backen und kochen für andere Menschen, die auch noch das Bedürfnis haben sollten meine Kreationen zu kaufen.

2018 kam dann noch der eigene Acker hinzu: eigens angebautes Biogemüse und alles muss verarbeitet oder konserviert werden.

Und immer mit von der Partie ist natürlich meine süße Katze Bierchen, die maunzend um meine Beine schleicht, wenn es lecker in der Küche riecht.

Das ist nun also meine Welt: Kochen und backen — möglichst gesund, aber auch mit der ein oder anderen Sünde, fleischlos und oft auch vegan, aber Hauptsache frisch und mit einer perfekten Resteverwertung!

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