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Apfelkuchen mit Walnüssen und Birkenzucker

Endlich komme ich wieder dazu einen neuen Blogeintrag zu schreiben. Ich hatte über Karneval so viel in meiner Bar zu tun und war danach erst einmal krank und ein paar Tage im Urlaub, so dass ich es zwar geschafft habe...

Apfelkuchen mit Walnüssen und Birkenzucker
Apfelkuchen mit Walnüssen und Birkenzucker

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Apfelkuchen mit Walnüssen

Endlich komme ich wieder dazu einen neuen Blogeintrag zu schreiben. Ich hatte über Karneval so viel in meiner Bar zu tun und war danach erst einmal krank und ein paar Tage im Urlaub, so dass ich es zwar geschafft habe hin und wieder etwas auf Instagram zu posten, aber nicht den Blog zu füttern. Dafür hole ich das jetzt mit meinem Lieblingsapfelkuchenrezept nach. Den gab es anfangs auch im as.if.records Café, nach etwa 1½ Jahren sind dann aber auf einen veganen Apfel-Mandel-Streusel umgestiegen.

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Eigentlich ist der Apfelkuchen für mich auch eher ein Kuchen, den man im Herbst oder Winter backt, aber gestern hatte ich so große Lust darauf, dass ich schnell einen gebacken habe. Und der geht wirklich ganz fix und ist ganz einfach.

Apfelkuchen mit Walnüssen und Birkenzucker Detail

Schön an den Äpfeln ist, dass sie das ganze Jahr über regional verfügbar sind. Wichtig ist aber, dass man die richtige Sorte verwendet. Für Apfelkuchen eignet sich am besten ein Backapfel wie Boskoop. Er sollte schon etwas weicher sein als zum Beispiel ein Granny Smith, der sich leider gar nicht zum Backen eignet. Am besten schmeckt natürlich der Apfel vom Apfelbaum aus dem eigenen Garten, aber wenn ihr auf einen Markt geht, dann könnt ihr dort auch nachfragen, welche Äpfel sich am besten zum Backen eignen.

Ich habe in diesem Rezept den Zucker reduziert und ihn größtenteils durch Birkenzucker (Xylit) ersetzt. Er hat die gleiche Süßkraft wie Zucker, dabei aber 40% weniger Kalorien. Den Birkenzucker könnt ihr auch 1:1 durch Rohr- oder Haushaltszucker ersetzen. Er ist doch recht teuer und ich kann sehr gut verstehen, wenn man da lieber auf den normalen Zucker zurückgreift.

Damit der Kuchen schön aufgeht, ist es wichtig, dass zuerst Butter, Zucker, Vanille, Orangenschale und Eier schaumig gerührt werden und das Mehl danach nur ganz kurz untergearbeitet wird, bis gerade kein Mehl mehr zu sehen ist. Die Nüsse karamellisieren so schön und die Äpfel werden weich und saftig. Dafür muss man den Kuchen aber nach etwa 20 Minuten abdecken, da er sonst an der Oberfläche verbrennt.

Für alle die keine Walnüsse mögen oder dagegen allergisch sind — nehmt einfach Haselnüsse, Mandeln, Paranüsse, Rosinen oder was euch sonst einfällt!

Apfelkuchen mit Walnüssen und Birkenzucker

Leckerer, saftiger Apfelkuchen mit Walnüssen und karamellisierten Nüssen — mit reduziertem Zucker dank Birkenzucker (Xylit).

  • Vorbereitung: 20 Min
  • Backen: 40 Min
  • Gesamt: 60 Min
  • Schwierigkeit: Einfach

Zutaten

Zubereitung

  1. Die Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Einen Apfel in kleine Würfel schneiden.
  2. Den Backofen auf 175° vorheizen.
  3. Butter und Zucker mit Vanille und Salz schaumig schlagen. Die Orangenschale und die Eier nach und nach dazugeben. Erst wenn alles gut verrührt ist, kurz das Mehl mit dem Backpulver unterrühren, bis gerade so kein Mehl mehr zu sehen ist. Die Apfelwürfel kurz unterheben und alles in die gefettete Backform füllen.
  4. Die restlichen Apfelviertel längs einschneiden und auf dem Boden verteilen. Ein paar halbe Walnüsse auf dem Rand und die restlichen zerbröselt in der Mitte des Kuchens verteilen.
  5. Die kalte Butter über einer groben Reibe zu Butterflocken raspeln und über den Äpfeln verteilen. Den Rohrzucker über den Kuchen streuen.
  6. Für 40 Minuten bei 175° backen. Nach 20 Minuten abdecken und nach der Backzeit noch 15 Minuten im Ofen ruhen lassen.
💡 Tipp: Verwendet einen Backapfel wie Boskoop — Granny Smith eignet sich nicht. Die Mengenangaben sind für eine kleine Form (22–24 cm). Für eine große Form die Menge um ¼ erhöhen.

Häufige Fragen

Welche Apfelsorte eignet sich am besten?

Boskoop ist der Klassiker unter den Backapfeln — er wird weich und saftig. Auch Jonagold oder Elstar funktionieren gut. Granny Smith bitte nicht verwenden, er bleibt beim Backen zu fest.

Kann ich den Birkenzucker weglassen?

Ja, einfach 1:1 durch normalen Haushaltszucker oder Rohrzucker ersetzen. Der Kuchen wird etwas süßer, schmeckt aber genauso gut.

Muss ich den Kuchen abdecken?

Ja, nach 20 Minuten unbedingt abdecken (Alufolie oder Backpapier), sonst verbrennen die Nüsse und die Oberfläche wird zu dunkel.

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Marie

Über Marie

Marie ist bei as.if.records für alles rund um Küche und Cocktails zuständig. Sie kocht und backt seit sie denken kann — möglichst gesund, fleischlos, oft vegan, aber Hauptsache frisch und lecker. Außerdem leitet sie die Cocktailkurse bei as.if.spirits.

Alle Geschichten rund um die Rezepte, Tipps und noch viel mehr findet ihr auf ihrem Blog marydishes.de und auf Instagram @marydishes.

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Kochen und backen — möglichst gesund, aber auch mit der ein oder anderen Sünde — fleischlos und oft vegan, aber Hauptsache frisch und lecker!

„Irgendwann möchte ich mal meinen eigenen Blog schreiben." Das dachte ich mir jetzt schon seit so langer Zeit und immer wieder gab es Ausreden: „Ich weiß gar nicht wie das geht." – „Ich hab da keine Zeit für." – „Das interessiert doch niemanden." – „Ich kann keine schönen Fotos machen."

Und jetzt war der Moment gekommen, an dem ich einfach Lust hatte: Lust anderen Menschen von meinem Leben, meiner Art zu kochen und meiner Leidenschaft vom backen zu erzählen. Und ich dachte mir, wenn es halt keiner liest, dann mache ich es halt nur für mich.

Eine Bekannte sagte einmal zu mir, sie esse nur zum Überleben. Ein Satz der mich völlig schockiert hat. Ich liebe — seitdem ich klein bin — den Umgang mit Essen.

Natürlich hat das als kleine Naschkatze mit der Weihnachtsbäckerei begonnen. Aber schon damals konnte ich nicht verstehen, warum wir denn Sachen aus Salzteig formen und sie dann trocknen lassen ohne sie zu essen. Und die schon weiß gewordenen Osterhasen und Weihnachtsmänner im Regal meiner Spielfreundin konnte ich schon gar nicht verstehen. Essen ist doch so etwas Wunderbares!

Liebe geht durch den Magen und das habe ich schon ganz früh erkannt. Zum Beispiel wenn wir zu meiner lieben Oma gefahren sind, bei der alles aus den riesigen selbstbewirtschafteten Gärten kam und die uns regelmäßig mit eingelegten Pfirsichen, Marmelade und Gebäck versorgt hat. Bei jeder Familienfeier wurden die wunderbarsten Kuchen aufgetischt und sehr lange Zeit kannte ich gar keine Backmischungen und keine gekaufte Marmelade, ganz abgesehen von den hoch gelobten Coppenrath&Wiese Torten. Warum denn kaufen? Selbstgemacht schmeckt doch viel besser!

Mit dem Leben auf eigenen Füßen kam dann die nächste Herausforderung: kochen! Das Studentenleben lässt nicht viel Geld fürs Essen gehen und jeden Tag nur fertig Pizza — das konnte ich mir nicht vorstellen!

Über die Jahre habe ich mich sehr viel mit Ernährung beschäftigt und gekocht, gebacken, gekocht, gebacken und gekocht.

Mit Anfang 20 hab ich meine erste Hochzeitstorte für meinen Bruder und meine Schwägerin gebacken. Sie war optisch vielleicht nicht perfekt aber das tollste Kompliment kam von meiner Tante, die mit dem zweiten Stück Kuchen in der Hand und leuchtenden Augen sagte: „Deine Omi wäre so stolz auf dich!"

Dann hatte mein Freund die Idee einen Plattenladen zu eröffnen. Aber kein normaler Plattenladen sollte es sein, sondern ein Plattenladen-Café — denn was passt besser zu Schallplatten als Kaffee. Und ich dachte direkt begeistert: und was passt besser zu Vinyl und Käffchen als Kuchen und Quiche. Und schon war meine größte Herausforderung geboren: backen und kochen für andere Menschen, die auch noch das Bedürfnis haben sollten meine Kreationen zu kaufen.

2018 kam dann noch der eigene Acker hinzu: eigens angebautes Biogemüse und alles muss verarbeitet oder konserviert werden.

Und immer mit von der Partie ist natürlich meine süße Katze Bierchen, die maunzend um meine Beine schleicht, wenn es lecker in der Küche riecht.

Das ist nun also meine Welt: Kochen und backen — möglichst gesund, aber auch mit der ein oder anderen Sünde, fleischlos und oft auch vegan, aber Hauptsache frisch und mit einer perfekten Resteverwertung!

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