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Nussecken — vegan und unfassbar lecker

Es ist Ende Februar und ich sitze auf der Terrasse in der Sonne und genieße eine von meinen veganen Nussecken, die einfach unfassbar lecker sind. Das ist wirklich das beste Rezept für Nussecken, das ich kenne und dazu...

Nussecken — vegan und unfassbar lecker
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Vegane Nussecken

Es ist Ende Februar und ich sitze auf der Terrasse in der Sonne und genieße eine von meinen veganen Nussecken, die einfach unfassbar lecker sind. Das ist wirklich das beste Rezept für Nussecken, das ich kenne und dazu sind sie auch noch vegan. Wir haben irgendwann angefangen sie im as.if.records Café zu verkaufen und sie sind eigentlich sofort auf die feste Karte gekommen. Es gab wirklich viele Leute, die nur vorbeigekommen sind, um sich eine Nussecke mitzunehmen.

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Leider muss ich aber zugeben, dass sie eine ganz schöne Sünde sind. Sie enthalten viel Fett, nicht nur durch die Nüsse, sondern auch im Teig und zusätzlich noch in der Nussmasse. Außerdem ist überall Zucker drin: im Teig, in der Nussmasse, in der Marmelade und in der obligatorischen Schokolade, die meiner Meinung nach einfach zu einer Nussecke dazu gehört! Aber manchmal muss es einfach so sein.

Nussecken Nahaufnahme

Sehr wichtig bei Nussecken finde ich die Marmelade. Es gibt ja viele, die sie mit heller Marmelade machen, was leider gar nicht nach meinem Geschmack ist. Ich finde in Nussecken muss rote (oder blaue) Marmelade drin sein. Ich verwende oft Kirschmarmelade oder selbstgemachte Brombeer- oder Johannisbeermarmelade. Es geht auch Gelee, aber meiner Meinung nach werden die Nussecken mit Marmelade etwas saftiger. Es stört auch gar nicht, wenn Fruchtstücke drin sind. Ich finde es sogar sehr lecker, wenn man zwischendurch unter der Nussmasse ein süßes Stück Kirsche als kleine, süße Überraschung versteckt hat. Nussecken ohne Marmelade ist übrigens auch keine Option für mich. Sie sind dann sehr trocken und die fruchtige Komponente fehlt komplett.

Vegane Nussecken

Unfassbar leckere vegane Nussecken mit Kirschmarmelade und Schokolade — ein Klassiker, der im as.if.records Café sofort auf der festen Karte gelandet ist.

  • Vorbereitung: 20 Min
  • Backen: 35 Min
  • Gesamt: 55 Min
  • Portionen: 12
  • Schwierigkeit: Leicht

Zutaten

  • Für den Teig
  • Für die Nussmasse
  • Außerdem

Zubereitung

  1. Für den Teig die Leinensamen in der Pflanzenmilch kurz quellen lassen. Alle Zutaten dazu und gut durchkneten. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig darauf rechteckig, etwa 1 cm dick ausrollen.
  2. Für die Nussmasse die Haselnüsse und Mandeln grob hacken und mit den restlichen Zutaten in einem Topf bei mittlerer Hitze, unter Rühren erwärmen. Die Masse sollte gut vermengt sein, aber noch nicht kochen.
  3. Die Marmelade auf dem Teig verstreichen und die Nussmasse vorsichtig darauf geben ohne dass sie sich mit der Marmelade vermengt. Die Nussmasse sollte die Marmelade möglichst ganz bedecken, da sie sonst beim Backen verbrennt.
  4. Im vorgeheizten Ofen bei 175° 30 Minuten backen, bis die Nüsse leicht gebräunt sind. Nach dem Backen sofort in 6 Rechtecke schneiden. Diese noch einmal zu Dreiecken halbieren und die Nussecken abkühlen lassen.
  5. Die Schokolade im Wasserbad auflösen und mit Hilfe einer Spritztüte oder einer Gabel über den Nussecken verteilen.
💡 Tipp: Unbedingt rote oder dunkle Marmelade verwenden — Kirsche, Brombeere oder Johannisbeere. Helle Marmelade schmeckt in Nussecken deutlich weniger intensiv.

Häufige Fragen

Warum unbedingt rote Marmelade?

Marie schwört auf Kirsch-, Brombeer- oder Johannisbeermarmelade — sie gibt den Nussecken die fruchtige Komponente und Saftigkeit. Helle Marmelade ist geschmacklich deutlich schwächer.

Kann man die Nussecken einfrieren?

Ja, die Nussecken lassen sich hervorragend einfrieren und einzeln auftauen. So hat man immer einen Vorrat.

Womit ersetzt man die Leinensamen als Ei-Ersatz?

Geschrotete Leinensamen plus Pflanzenmilch ergeben eine bindende Masse ähnlich wie Ei. Alternativ funktioniert auch Chiasamen-Gel oder ein anderer pflanzlicher Ei-Ersatz.

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Marie

Über Marie

Marie ist bei as.if.records für alles rund um Küche und Cocktails zuständig. Sie kocht und backt seit sie denken kann — möglichst gesund, fleischlos, oft vegan, aber Hauptsache frisch und lecker. Außerdem leitet sie die Cocktailkurse bei as.if.spirits.

Alle Geschichten rund um die Rezepte, Tipps und noch viel mehr findet ihr auf ihrem Blog marydishes.de und auf Instagram @marydishes.

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Kochen und backen — möglichst gesund, aber auch mit der ein oder anderen Sünde — fleischlos und oft vegan, aber Hauptsache frisch und lecker!

„Irgendwann möchte ich mal meinen eigenen Blog schreiben." Das dachte ich mir jetzt schon seit so langer Zeit und immer wieder gab es Ausreden: „Ich weiß gar nicht wie das geht." – „Ich hab da keine Zeit für." – „Das interessiert doch niemanden." – „Ich kann keine schönen Fotos machen."

Und jetzt war der Moment gekommen, an dem ich einfach Lust hatte: Lust anderen Menschen von meinem Leben, meiner Art zu kochen und meiner Leidenschaft vom backen zu erzählen. Und ich dachte mir, wenn es halt keiner liest, dann mache ich es halt nur für mich.

Eine Bekannte sagte einmal zu mir, sie esse nur zum Überleben. Ein Satz der mich völlig schockiert hat. Ich liebe — seitdem ich klein bin — den Umgang mit Essen.

Natürlich hat das als kleine Naschkatze mit der Weihnachtsbäckerei begonnen. Aber schon damals konnte ich nicht verstehen, warum wir denn Sachen aus Salzteig formen und sie dann trocknen lassen ohne sie zu essen. Und die schon weiß gewordenen Osterhasen und Weihnachtsmänner im Regal meiner Spielfreundin konnte ich schon gar nicht verstehen. Essen ist doch so etwas Wunderbares!

Liebe geht durch den Magen und das habe ich schon ganz früh erkannt. Zum Beispiel wenn wir zu meiner lieben Oma gefahren sind, bei der alles aus den riesigen selbstbewirtschafteten Gärten kam und die uns regelmäßig mit eingelegten Pfirsichen, Marmelade und Gebäck versorgt hat. Bei jeder Familienfeier wurden die wunderbarsten Kuchen aufgetischt und sehr lange Zeit kannte ich gar keine Backmischungen und keine gekaufte Marmelade, ganz abgesehen von den hoch gelobten Coppenrath&Wiese Torten. Warum denn kaufen? Selbstgemacht schmeckt doch viel besser!

Mit dem Leben auf eigenen Füßen kam dann die nächste Herausforderung: kochen! Das Studentenleben lässt nicht viel Geld fürs Essen gehen und jeden Tag nur fertig Pizza — das konnte ich mir nicht vorstellen!

Über die Jahre habe ich mich sehr viel mit Ernährung beschäftigt und gekocht, gebacken, gekocht, gebacken und gekocht.

Mit Anfang 20 hab ich meine erste Hochzeitstorte für meinen Bruder und meine Schwägerin gebacken. Sie war optisch vielleicht nicht perfekt aber das tollste Kompliment kam von meiner Tante, die mit dem zweiten Stück Kuchen in der Hand und leuchtenden Augen sagte: „Deine Omi wäre so stolz auf dich!"

Dann hatte mein Freund die Idee einen Plattenladen zu eröffnen. Aber kein normaler Plattenladen sollte es sein, sondern ein Plattenladen-Café — denn was passt besser zu Schallplatten als Kaffee. Und ich dachte direkt begeistert: und was passt besser zu Vinyl und Käffchen als Kuchen und Quiche. Und schon war meine größte Herausforderung geboren: backen und kochen für andere Menschen, die auch noch das Bedürfnis haben sollten meine Kreationen zu kaufen.

2018 kam dann noch der eigene Acker hinzu: eigens angebautes Biogemüse und alles muss verarbeitet oder konserviert werden.

Und immer mit von der Partie ist natürlich meine süße Katze Bierchen, die maunzend um meine Beine schleicht, wenn es lecker in der Küche riecht.

Das ist nun also meine Welt: Kochen und backen — möglichst gesund, aber auch mit der ein oder anderen Sünde, fleischlos und oft auch vegan, aber Hauptsache frisch und mit einer perfekten Resteverwertung!

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